28.03.2011, 09:11 Uhr
Kein E10 für die Bundespolizei (Foto: dapd)
Selbst in Bundesbehörden stößt der neue Sprit E10 auf Skepsis. Die Dienstfahrzeuge des Innenministeriums - also auch Polizeifahrzeuge - werden bislang nicht mit dem umstrittenen Biokraftstoff betankt. Man wolle erst prüfen, "ob Teile des Fuhrparks E10-tauglich sind", sagte ein Sprecher dem Magazin "Spiegel".
Unterdessen hat der Mineralölkonzern Shell die Politik und die Autobranche wegen der mangelnden Akzeptanz des Biokraftstoffs E10 angegriffen und erwartet enorme Folgekosten. "Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Von den anderen, die auf dem Benzingipfel vertreten waren, hört und sieht man nicht viel", sagte Shell-Deutschlandchef Peter Blauwhoff dem "Tagesspiegel".
"E10 ist unser Stuttgart 21", so Blauwhoff weiter. Die Folgekosten zur Einführung von E10 seien hoch. Auf die Mineralölwirtschaft in Deutschland kämen dreistellige Millionenbeträge als Strafzahlungen zu und die Kosten der Umrüstung.
Derzeit wird E10 laut Shell ungefähr so viel verkauft wie die herkömmlichen Benzinsorten mit einem Bioethanolanteil von nur fünf Prozent, aber geplant habe man mit einem E10-Anteil von 90 Prozent. Damit sei es laut Shell "ganz und gar unmöglich geworden, die Quote in diesem Jahr zu erreichen".
Insbesondere Bundesumweltminister Norbert Röttgen sehe er in der Pflicht. "E10 betrifft eine breite Mehrheit der Bürger, und ich kann Herrn Röttgen nur auffordern, sich ebenfalls tatkräftig um mehr Akzeptanz zu bemühen. Es handelt schließlich sich um die Folgen seiner Gesetzgebung."
Viele Autofahrer wollen nach wie vor nicht den zehnprozentigen Ethanol-Zusatz im Sprit tanken. Bei einem Benzingipfel hatten Politik und Wirtschaft vereinbart, die Verbraucher besser zu informieren.
Im Osten und im Süden des Landes trifft der Autofahrer beim Tanken auf E10 - und meidet den Sprit weiter. Im Norden und Westen von Deutschland wird weitgehend kein E10 verkauft.
Quelle: dpa
Steuerzahler schrieb:
am 28. März 2011 um 11:02:20
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E-10
Der H. Röttgen sollte von Seinem Amt zurücktreten der Mann ist doch völlig fehl an dem Platz !!!
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Spötter3 schrieb:
am 28. März 2011 um 11:01:59
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Güni schrieb:
" ... auf 100 Kilometer, habe ich 1,5 Ltr Mehrverbrauch, bei gleicher Fahrstrecke." => Zum Glück gibt es doch noch Experten, sogar in Deutschland ...
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Kinderanwalt schrieb:
am 28. März 2011 um 11:01:38
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E 10
Ich werde nie E 10 tanken ! Solange es eine Welthungerhilfe geben muss.
Solange auf dieser Welt Kinder hungern müssen, ist es nicht
akzeptabel, dass
Weizen in Benzin gemauschelt wird. Lieber schiebe ich mein Fahrzeug, als
E 10 zu tanken. Wann hört denn endlich diese ÖKO - Hysterie auf.
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