23.09.2010, 14:02 Uhr | mid, Auto-Reporter.NET, ampnet
Freunde von Lkws, Bussen und Nutzfahrzeugen aller Art kommen derzeit in Hannover auf ihre Kosten. Bei der IAA Nutzfahrzeuge 2010 präsentieren die Hersteller ihre neuesten Modelle. Wir zeigen Ihnen die Highlights.
Abgesehen von vielen Facelifts der Baureihen gibt es diesmal nur wenige Neuheiten. Dafür tut sich beim Thema "Spritsparen" einiges. Dementsprechend liegt der Fokus vieler Aussteller auf alternativen Antrieben und der Optimierung der bestehenden Modelle etwa bei der Aerodynamik.
So zeigen die Hersteller die ersten Elektro-Transporter. Das ein oder andere Modell wie der Iveco Electric Daily ist sogar schon zu kaufen. Werden die Gewichte höher, kommen Hybride ins Spiel. Aber auch der Hybrid-Lkw bis 26 Tonnen entwickelt sich nur verhalten. Wenn die Flottenbetreiber nur ein, zwei Fahrzeuge ordern, um nach außen grünes Image zu demonstrieren, kommt der Massenmarkt nun mal nicht so richtig in Schwung.
Was in Punkte Einsparungen selbst ohne alternativen Antrieb möglich sein könnte, demonstriert der Lkw-Bauer MAN mit der Design-Studie Concept S. Durch seine stromlinienförmige Gestaltung verbraucht die Lkw-Studie bis zu 25 Prozent weniger Kraftstoff und stößt 25 Prozent weniger CO2 aus als ein vergleichbarer, konventionell gestalteter 40-Tonnen-Sattelzug.
Dass auch die konsequente Reduzierung von Fahrwiderständen wesentlich ist für einen effizienten Transport, zeigt bereits der TGX EfficientLine, den MAN zur IAA 2010 auf den Markt bringt. Durch gezielte Weiterentwicklung der Antriebstechnik und einen konsequent auf Kraftstoffersparnis zugeschnittenen Ausstattungsumfang können im Lkw-Fernverkehr laut Hersteller ohne technisch aufwändige Maßnahmen bis zu drei Liter Diesel je 100 Kilometer eingespart werden.
Der weltweit größte Lkw-Bauer Mercedes-Benz zeigt in Hannover aufgefrischte Versionen des leichten Atego und der mittelschweren Baureihe Axor. Der Abschied vom V-Motor und der Start des neuen Actros wird erst im Frühjahr 2011 erfolgen. Bis dahin gilt: Eine maximale Zahl von Varianten, mehr Wirtschaftlichkeit für den Unternehmer und noch mehr Attraktivität für den Fahrer. Das Multifunktionslenkrad gibt es jetzt für alle Modelle, ebenso das grafikfähige Display für die Anzeigen des Bordcomputers. Damit sind die Anbindungen an Fleetboard und Navigationsgeräte auch im Axor möglich.
Ergänzend dazu schiebt Mercedes weitere, gut ausgestattete Sonder-Editionen des Actros nach. Die neuen Black Liner/White Liner kommen serienmäßigem mit dem Sicherheitssystem "Active Brake Assist 2". Das Bremssystem wird jetzt auch vor stehenden Hindernissen aktiv. Ist ein Unfall bei unveränderter Fahrweise unvermeidlich, wird der Fahrer zunächst optisch und dann akustisch gewarnt. Bei einer Verschärfung der Situation reagiert das System mit einer Abbremsung.
Iveco bringt in diesem Jahr wenig Neues. Der Nutzfahrzeughersteller hat sein Pulver zum Abfeuern spektakulärer Neuheiten bereits die letzten beiden Jahre mit kontinuierlicher Produktpflege verschossen. Immerhin: Den E-Transporter präsentierte Iveco bereits vor über einem Jahr - fahrbar und kaufbar. Als E-Daily wird ihm und weiteren alternativen Antrieben wie dem seriellen Hybrid (12-Meter-Stadtbus) und dem Erdgas Stralis mit 270 PS breiter Ausstellungsraum eingeräumt. Das Flaggschiff Stralis veredeln die Italiener zum "Eco Stralis" - mit welchen Mitteln wird freilich nicht gesagt, vermutlich zählen rollwiderstandsarme Reifen und Top-Aerodynamik zum Sparrezept.
Renault Trucks wartet mit der Weltpremiere des "OptiTrack" auf. Die per Hydraulik-Motor angetriebene Vorderachse bietet die Möglichkeit, ausgehend von einem "klassischen" Premium Lander 4x2-Fahrgestell, vorübergehend in den Allradantrieb zu wechseln und ihn als potente Anfahrhilfe zu nutzen, ohne gleichzeitig die Nachteile eines herkömmlichen Allradantriebs, nämlich geringere Nutzlast und höheren Kraftstoffverbrauch, in Kauf zu nehmen. Mit OptiTrack bietet Renault Trucks insbesondere für Einsätze in der Baustellenbelieferung eine Lösung, die wesentlich leichter ist. Die Aktivierung der OptiTrack-Funktion ist nicht nur im Stand, sondern auch während der Fahrt per Knopfdruck möglich.
Zum Angebot des französischern Autobauers zählt auch der Renault Optifuel, der - und das ist ziemlich einzigartig - immer in Verbindung mit einem Fahrertraining verkauft wird. Dieses gibt es aber auch unabhängig davon als Trainingsprogramm für alle Renault-Trucker im Fern-, Baustellen- und Verteilerverkehr. Laut Renault haben bereits mehr als 14.000 Fahrer aus 300 Unternehmen europaweit das Spritspar-Training mit Modul-Zertifikat für die Berufskraftfahrer-Weiterbildung absolviert.
Unter den vielen in Hannover ausgestellten Modellen befindet sich auch ein Volvo FM mit 13-Liter-Motor, der mit Methangas und Diesel betrieben wird. Volvo wäre damit der weltweit erste Lkw-Hersteller, der diese auf der IAA gezeigte Technologie einsetzt. Verglichen mit früheren Generationen von Gasmotoren sei der Wirkungsgrad inzwischen um 30 bis 40 Prozent verbessert worden. Volvo sieht deshalb mit dieser Kraftstoff-Alternative großes Potenzial für die Zukunft. Mit diesem Volvo FM wolle man zeigen, dass Gasantrieb nicht ausschließlich auf den städtischen Verkehr begrenzt sein müsse, sondern sich auch ideal für größere Entfernungen eigne.
Besucher auf dem Volvo-Stand werden außerdem mit einem Hybrid-Antriebsstrang auf Basis eines 7-Liter-Motors konfrontiert, der 2011 in einer Hybridversion des Volvo FE auf den Markt kommt. Volvo ist derzeit der einzige Nutzfahrzeughersteller, der die Hybrid-Fahrzeuge im Segment über 26 Tonnen anbietet. Auf der IAA wird der Volvo FMX, der neue und robuste Baustellen-Lkw von Volvo Trucks, einen Schwerpunkt bilden. Das Modell wurde speziell für die härteren Bedingungen des Baustellen-Einsatzes konzipiert und stellt eine Weiterentwicklung des Volvo FM dar.
Quelle: mid
michel schrieb:
am 25. Mai 2011 um 10:25:21
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LKW Heizer
LKW Fahrer, toller Job, aber kein Lehrberuf, es ist ein Hilfsarbeiterjob! Einen Lappen zu kaufen und dann einen Fahren lassen, was
ist schon dabei? Dann dieser Hochmut - wir bringen die Ware in die Regale weil die nkcht fliegen kann! 50 % der lebensmittel fahrt ihr umsonst,weil sie weggeschmissen wird! Und du LKW Fahrer machst mit bei der WEGWERFGESELLSCHAFT!!! Bild dir nichts ein, du bist ein Geriebener des Systems.....
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georg schrieb:
am 5. April 2011 um 07:35:23
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zu Männe
Ich fahre seit über 25 Jahren Lkw, bisher ist es noch nicht gelungen die Leute zu überzeugen, das die Ware nicht in
die
Geschäfte fliegt! Also wird es den Lkw noch lange geben und vieleicht akzeptieren die Leute mal
unsere Arbeit. Es fährt nämlich kein Lkw nur so zum Vergnügen auf den Autobahnen und Landstrassen umher!
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Bernie schrieb:
am 28. September 2010 um 17:20:16
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Neuheiten fehlen
Es fehlen: Nicht knackbarer Tempobegrenzer auf 80 km/h. Nicht knackbarer Abstandsregler im Sinne der Einhaltung des
Mindestabstands. Elektronische Überwachung von Bauteilen, Einhaltung Serviceintervalle etc, die LKW lahmlegt, wenn nicht o.k.
An eine technische Regelung, die uns vor häufig rücksichtslosen LKW Fahrern schützt, wage ich heute noch nicht zu hoffen.
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