03.08.2010, 12:03 Uhr
Der Dreizylinder ist wieder im Kommen (Fotos: Hersteller)
Der Trend zu kleineren und sparsameren Motoren beschert dem Dreizylinder-Motor ein unverhofftes Comeback. Denn der kleine Antrieb mit den drei Brennräumen hat in Sachen Kraftstoffverbrauch jede Menge Vorteile: Der fehlende Zylinder spart Gewicht und verringert gleichzeitig die Reibung und somit auch die benötigte Energie.
Ganz nebenbei ist er in der Produktion günstiger, da weniger Bauteile benötigt werden. Allerdings verrichten Dreizylinder-Triebwerke ihre Arbeit im Vergleich zu Vierzylinder-Motoren lauter und vibrationsreicher. Die Hersteller können dem beispielsweise mit Ausgleichswellen entgegenwirken. Der Schrumpfkur steht also nichts im Wege.
Der neueste Zuwachs in der Dreizylinder-Liga ist der 1,2-Liter-Benzinermotor von Nissan, der im neuen Micra Premiere feiert. Das Besondere an dem kleinvolumigen Motor ist die Arbeitsweise nach dem sogenannten Miller-Prinzip. Bei dieser Verbrennungsmethode wird das Einlassventil später geschlossen als bei einem herkömmlichen Viertakt-Motor. Dadurch wird das Kraftstoffluftgemisch magerer und effizienter in der Verbrennung. Der Direkteinspritzer kann wahlweise auch von einem Kompressor beatmet werden und soll so laut Hersteller über die Leistungswerte eines 1,5-Liter-Motors verfügen, bei einem CO2-Ausstoß von gerade einmal 95 Gramm je Kilometer - Rekordwerte für einen Benzinmotor.
Ebenfalls im Auftrag des Kraftstoffgeizes entwickelt wurde der vergleichsweise neue 1,2-Liter-TDI-Motor von Volkswagen. Der Dreizylinder, der sein Debüt im vergangenen Jahr im neuen Polo feierte, leistet 75 PS und beschert dem kleinen Wolfsburger einen Spitzenwert von 87 Gramm CO2 je Kilometer. Das Triebwerk ist auch für den Skoda Roomster, den Fabia Combi und den Seat Ibiza zu haben.
Mit dem etwas älteren 1,4-Liter-TDI mit drei Brennkammern muss der VW Fox noch bis zum Ende seines Autolebens auskommen. Auf Benzinerseite hat der VW Konzern einen 1,2-Liter-Dreizylinder im Programm, der wahlweise mit 60 PS oder 69 PS zu haben ist. Der Antrieb arbeitet im VW Polo, Seat Ibiza sowie in den Skoda-Modellen Fabia und im Roomster.
Auf die Kraft der drei Zylinder setzt auch Toyota und verbaut in seinen Kleinwagenmodellen Aygo, iQ und Yaris einen 1,0-Liter-Motor. Im Aygo und im iQ stehen 68 PS zur Verfügung, der Yaris hat ein PS mehr auf dem Kasten. Den mehrfach ausgezeichneten Motor liefert der Hersteller auch an seinen Kooperationspartner PSA Peugeot Citroen, der ihn im Citroen C1 und im Peugeot 107 verbaut.
Auch die Toyota-Tochter Daihatsu hat einen 1,0-Liter-Dreizylinder-Benziner im Programm. Das Motörchen mit einer Leistung von 70 PS bringt sowohl den Cuore als auch den Sirion zügig auf Trab. Der Herzensjunge Cuore schafft einen Standardsprint von null auf 100 km/h in vergleichsweise flotten 11,1 Sekunden und hängt damit so manchen Konkurrenten ab - der rund 100 Kilogramm schwerere Toyota Aygo benötigt beispielsweise 14,2 Sekunden.
Mit dem kleinsten Hubraum in deutschen Serienmodellen muss derzeit der Smart auskommen. Aus 800 ccm schöpft der Zweisitzer eine Leistung von 54 PS. Das beste an dem Motor sind seine Verbrauchswerte, die mit 86 Gramm bislang ungeschlagen sind.
Ebenfalls mit einem Dreizylinder-Motor unter der Haube rollen die Modellbrüder Nissan Pixo und Suzuki Alto sowie die beiden baugleichen Kleinwagen Suzuki Splash und Opel Agila daher. Auch der Mitsubishi Colt und der Subaru Justy zeigen, dass man auch mit drei Zylindern die Hürden des Großstadtverkehrs mit links bewältigen kann.
Dem Dreizylinder-Motor steht eine blühende Zukunft bevor. Das liegt einerseits an seiner Sparsamkeit und andererseits daran, dass er in Fahrzeugsegmenten zum Einsatz kommt, die in den kommenden Jahren stärker wachsen werden als der Gesamtmarkt: Kleinst- und Kleinwagen. Dank Aufladung wird der Dreizylindermotor in Zukunft auch die Kompaktklasse erobern, in die Mittelklasse werden es die kleinen Motoren wohl nur als Hybridantrieb mit Unterstützung eines Elektromotors schaffen.
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Quelle: mid
wisser schrieb:
am 23. Mai 2011 um 15:00:41
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alter hut
die ersten Dreizylindermotoren auf dem deutschen Markt kamen von Daihatsu, schon vor über 20 Jahren! Die waren auch zu diesem
Zeitpunkt schon extrem zuverlässig, wurden aber von der deutschen Autopresse unisono als "Stolpermotoren" verlacht. Erst als deutsche (europäische) Hersteller den Dreizylinder nachgemacht haben, wurde plötzlich positiv darüber berichtet. Kein weiterer Kommentar...........
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Motoren schrieb:
am 11. April 2011 um 18:43:50
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Konzept
Das beste war schon lange da: ein 2-Zylinder Boxermotor in der Ente, absolut laufruhig und mit der richtigen
Ölmenge
unverwüstlich...., oder der 4-Zylinder Boxer von VW/Porsche, Alfa Romeo, Citroen und Subaru, besser geht es nicht !
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Klaus schrieb:
am 17. August 2010 um 16:06:42
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3 Zylinder
Fahre Skoda 3 Zylinder seit Januar 15.000 keine Probleme.
Kleinster Kombi, den ich kenne Riesenplatzsangebot
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