05.07.2011, 11:18 Uhr
Elektroautos haben einen großen Nachteil: Sie müssen entweder stundenlang an der Steckdose aufgeladen oder mit Wasserstoff an entsprechenden Tankstellen befüllt werden. Ein jetzt von deutschen Forschern entwickelter Flüssigkraftstoff könnte dies ändern.
"Die Elektroautos der Zukunft werden Carbazol statt Strom tanken", so Professor Wolfgang Arlt, Verfahrenstechniker an der Uni Erlangen, gegenüber der Zeitschrift "Auto Bild". Mit dem in Carbazol gespeicherten Wasserstoff könnte in Autos eine Brennstoffzelle zur Stromerzeugung betrieben werden. Statt Benzin oder Strom würde der Autofahrer an der Tankstelle einfach "aufgeladenes", energiereiches Carbazol tanken, und gleichzeitig "entladenes", energiearmes Carbazol ablassen.
Dieses Verfahren hat gleich mehrere Vorteile. Erstens wird die Umwelt nicht belastet, da es sich um einen geschlossenen Kreislauf handelt. "Entladenes" Carbazol wird nach dem Ablassen einfach mit neuem, frischem Wasserstoff bestückt und kann nochmals verwendet werden. Im Gegensatz zum reinen Wasserstoff ist die Kombination außerdem nicht so gefährlich, da sie nicht hoch explosiv ist.
Das energiearme Carbazol könnte dezentral mit Energie angereichert werden; ökologisch am sinnvollsten wäre das direkt an Orten, an denen Strom produziert wird, etwa in Windparks in der Nordsee oder sogar mit Solarenergie in der Sahara. Carbazol lässt sich nämlich - anders als Wasserstoff - ungefährlich und ohne Verluste über weite Strecken in Pipelines transportieren oder druckfrei in Tanks lagern.
(N-Ethyl-)Carbazol ist ein Kohlenwasserstoff mit der chemischen Formel C12H9N. Es ist mit einem spezifischen Gewicht von 1,1 Kilo pro Liter etwas schwerer als Wasser. Carbazol riecht ähnlich wie Dieselkraftstoff und bildet wie dieser keine explosiven Gemische mit Luft. Als Perhydro-Carbazol speichert Carbazol doppelt so viel Wasserstoff wie ein 700-Bar-Drucktank.
SUV der Zukunft: Der Audi Q5 Hybrid überzeugt mit 245 PS und elektrischem Antrieb. zum Video
Auch die Politik ist hellhörig geworden: Im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) verfolgt man Arlts Forschung gespannt. "Das ist die Zukunft im Automobilbau", sagt Staatssekretär Rainer Bomba (CDU) im Gespräch mit "Auto Bild". "Hier müssen wir massiv investieren, hier können wir Weltmarktführer werden."
Das BMVBS will ein Forschungsprojekt des Erlanger Instituts für Verfahrenstechnik mit zunächst 400.000 Euro unterstützen. Die Unternehmen BMW, MAN und Siemens sind mit im Boot. Gegenüber der Zeitschruift bestätigte auch Daimler, dass man sich intensiv mit dem Thema befasse.
Bis es soweit ist, ist allerdings noch Geduld angesagt: Man rechnet noch mit etwa acht bis zehn Jahren Forschungs- und Entwicklungszeit.
Quelle: mid
Brummer schrieb:
am 9. Juli 2011 um 07:39:57
(2)
(0)
Subvention
Warum muss das noch mit 400K Euro subventioniert werden, wenn die großkonzerne schon Schlange stehen? Wieder ein Beispiel für
Steuerverschwendung und keinen interessierts.
mehr
Kommentar melden
soso schrieb:
am 6. Juli 2011 um 21:39:24
(1)
(0)
soso
Mste lachen,habe dieses vor 20 jahren schon im fernseh gesehen und mich nur gewundert das man davon nichts mehr hört,dort war ein tank
im keller mit dem zeug,aufen dach solaranlage die das zeuch aufgeladen hat,die heizung warmwasser + auto wurden so versorgt,kein strom,gas öl von auserhalb ,naja lag wohl lange in der schublade
mehr
Kommentar melden
Tissot1853 schrieb:
am 6. Juli 2011 um 15:01:33
(1)
(0)
Benzin ersatz
Wie lange gibt es jetzt schon Autogas (20-25Jahre) , aber kaum einer hat sich das Auto umbauen lassen .Kaum eine Tankstelle hat
Autogas (bei uns so 10 Stück )
Um sowas wie Benzin vollwertig zu ersetzen wird es noch Jahrzehnte dauern .
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Die Spezialkollektion für jede Kör-
perform: perfekt für Business und Freizeit. zum XXL-Special
Extravagante und schicke Damen-
mode für die neue Saison: jetzt online bestellen. von WENZ
Edle Design-Möbel, die Platz sparen und Stauraum bieten - jetzt günstig!
von FASHION FOR HOME
Sehen und gesehen werden ist im Auto das A und O: Hersteller setzten auf Xenon-Licht. zum Video