05.09.2011, 15:00 Uhr
BMW i3 und i8 - mit Elektromotoren in die Zukunft (Foto: BMW) (Quelle: Hersteller)
Tue Gutes und rede drüber: Nach diesem Motto handelt BMW und lüftet nun sein lange geheim gehaltenes "Project i". Bislang geisterten von dem Mega-City-Vehicle nur vage Skizzen in den Medien umher. Jetzt werden die Münchener Autobauer konkreter und präsentieren den i3 und den i8 als Studien. Das Elektroauto i3 soll bereits 2013 auf den Markt kommen, den sportlichen Hybridwagen i8 gibt's ab 2014.
"Der i3 wird günstiger als ein 5er-BMW", sagte BMW-Vorstandschef Norbert Reithofer - also unter 40.000 Euro liegen. Mit dem Preis unterbietet BMW das ElektroautoAmpera von Opel, der ab 43.000 Euro zu haben ist, aber auch deutlich größer und variabler ist. Zudem arbeitet der Ampera mit einem Reichweitenverlängerer.
Für den Vortrieb sorgt beim i3 ein Elektromotor mit 170 PS. Der BMW i3 beschleunigt in weniger als acht Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 150 km/h. Mit einer Schnellladevorrichtung sind laut BMW bereits nach einer Stunde 80 Prozent der Batterie geladen.
Die Elektroautos i3 und i8 sollen in zwei Jahren auf den Markt kommen. zum Video
Das 3,85 Meter lange E-Mobil i3 mit Heckmotor und Hinterradantrieb soll auch zeigen, wie ernst man das Thema Elektromobilität bei BMW nimmt. "Unser langfristiges Ziel ist das emissionsfreie Fahren", sagt der Leiter des "Project i", Ulrich Kranz, "und viele Umweltgesetze weltweit zeigen bereits, dass der Weg dorthin führen wird."
Bei BMW führt er auch über einen völlig neuen Denkansatz. Der i3 baut nicht auf einem konventionellen Auto auf, dessen Antrieb und Tank man einfach durch Elektromotor und Batterie ersetzt hat. Der viersitzige Kompaktwagen mit vier Türen und Heckklappe wurde vom ersten Zeichenstrich an als E-Fahrzeug konzipiert, um mit einer neuartigen Architektur das geringste Gewicht und die beste Effizienz zu erzielen.
Das Chassis des i3 besteht aus einem Aluminiumrahmen, der das Fahrwerk, die komplette Antriebs- und Steuerungseinheit inklusive des Lithium-Ionen-Akkus trägt. Darauf sitzt verschraubt eine hochfeste und ultraleichte Fahrgastzelle aus Karbon. Statt Bleche bilden Kunststoffteile die Außenhaut. "Für die gesamte Konstruktion bedarf es keinerlei Korrosionsschutzes", so Kranz, "wir können dadurch viel Energie sparen." Um sie bei der Herstellung der Kohlefasern wieder zu verschwenden, wie Kritiker BMW häufig vorwerfen. Doch so etwas lässt Entwickler Kranz kalt. "Die Fasern entstehen bei unserem Partner SGL Carbon in den USA mittels Strom aus Wasserkraft, der Prozess ist sogar absolut CO2-neutral."
Auch bei der Verarbeitung der Kohlefasern konnten die Münchener ein Verfahren entwickeln, das derzeit einmalig auf der Welt ist. Statt wie gewöhnlich die Karbonteile stundenlang in Spezialöfen zu backen, dauert der Produktionsprozess nur wenige Minuten. "Kein Mensch muss hier von Hand Matten in Formen legen und mit Harz tränken", sagt Ulrich Kranz. Mit einem Gewicht von nur 1250 Kilo ist der BMW i3 300 Kilo leichter als gewöhnliche Elektroautos dieser Größe.
Maßgabe der Entwickler war, mit dem Aluminium-Chassis und der Karbon-Karosserie so viel Gewicht einzusparen, dass die schwere Batterie praktisch keinen Zusatzballast darstellt. Weitere Vorteile des extremen Leichtbaus sind neben einem agileren Fahrverhalten auch der geringere Stromverbrauch und die damit verbundene größere Reichweite. Sie soll für den i3 bei 150 Kilometern liegen. "Wir haben mit unserer Mini-E-Flotte festgestellt, dass damit weltweit über 90 Prozent der Autofahrer bestens zurecht kommen", sagt Kranz. Für Kunden, die auf eine größere Reichweite nicht verzichten können, will der Hersteller beim i3 auch einen so genannten Range Extender als Option anbieten. Der kleine Otto-Motor lädt die Batterie wieder auf.
Auch auf der Kostenseite profitiert BMW vom Leichtbau. Was die Karbon-Karosserie an Mehrkosten verursacht, kompensiert man größtenteils über die kleinere Batterie. Eine Verringerung der Kapazität um beispielsweise sechs kWh spart über 3000 Euro.
Die Lithium-Ionen-Zellen liefert Bosch/Samsung. Alles andere entwickelte und baut BMW selbst: die Batterie, die Leistungselektronik, die Klimatisierung, ja sogar den Elektromotor. Bei dessen Auslegung konnte man sich sogar die Erfahrungen aus der Formel 1 zu nutze machen. Zu welchem Preis der BMW i3 in den Markt gehen wird, ist noch nicht bekannt. Eine kleine Orientierungshilfe dürfte der jetzt im Herbst anlaufende Opel Ampera geben, der bei über 42.000 Euro startet. Es wäre ein große Überraschung, wenn ein Premium-Hersteller wie BMW darunter blieben würde.
Den i8 will BMW erst 2014 anbieten. Im Gegensatz zum i3 verfügt der Wagen über einen Hybridantrieb und kommt deutlich sportlicher daher. Der BMW i8 Concept beschleunigt laut BMW von 0 auf 100 km/h in weniger als fünf Sekunden bei einem Verbrauch von weniger als drei Litern auf 100 km.
Sein Plug-In Hybridantrieb mit einer Systemleistung von 353 PS ermöglicht eine Reichweite im elektrischen Betrieb von bis zu 35 Kilometern - ausreichend für den Großteil der üblichen Alltagsfahrten. Allein der Elektromotor steuert 130 PS zur Systemleistung bei. Bei sportlicher Fahrweise oder Überlandfahrten schaltet sich zusätzlich ein hochaufgeladener Dreizylinder-Benzinmotor mit 223 PS zu. Der Sportwagen wird bei 250 km/h elektronisch abgeriegelt und bietet Platz für bis zu vier Personen. Beide Studien werden auf der IAA 2011 in Frankfurt zu sehen sein.
Ratgeber - Gibt es bald satten Sound für Elektroautos?
Quelle: t-online.de , mid
BMW ist cool schrieb:
am 11. Mai 2012 um 21:14:21
(1)
(0)
Die Zukunft 30 Jahre früher
Bmw ist halt einfach coolstes Auto forever!
Die Zukunft 30 Jahre früher! Nur bei BMW!
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Prius Fahrer schrieb:
am 28. Januar 2012 um 15:25:08
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Elektro
Hallo Elektrofan!
Auf den elektrischen Antrieb incl. Batterie gibt Toyota 8 !!! Jahre Garantie.
Es soll angeblich ein Prius der
ersten Generation geben der mit ein und der selben Batterie 400 00 Km gefahren sein soll. Egal, mein Prius Baujahr 2008 fährt seit 4 Jahren ohne eine einzige Macke, noch nie was gewesen. ADAC hat also recht, auf Platz eins mit den wenigsten Pannen, wenn überhaupt und der Wiederverkaufswert ist ungewöhnlich hoch für einen Japaner.
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Prius Fahrer schrieb:
am 28. Januar 2012 um 15:17:58
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Hybrid BMW
Während BMW irgendwann ein Hybrid oder Elektrofahrzeug rausbringt, arbeitet Toyota am Prius mit Brennstoffzelle. BMW hat das ja
eingestellt, angeblich mangels Flächendeckender Versorgung mit Wasserstoff. Spätestens wenn das Öl alle ist, kommt man auf den Gedanken...
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