02.11.2011, 09:47 Uhr
Mit dem BMW Active E auf Basis des 1er Coupés wollen die Bayern die Wartezeit bis zum i3 verkürzen. Ähnlich wie der Mini E wird auch der BMW Active E nicht beim Händler um die Ecke zu kaufen sein. Die 1 00 Fahrzeuge, die in einer Kleinserie im Werk Leipzig derzeit vom Band laufen, werden ausschließlich vermietet. 300 Fahrzeuge sind bereits produziert.
Die Auslieferung beginnt in den nächsten Wochen. Mit rund 700 Fahrzeugen gehen die meisten Elektro-1er in die USA. Nur ein paar Handvoll der Active-E-Autos dürften daher die deutschen Straßen bevölkern.
Abgesehen von der bauchigen Motorhaube ist der BMW Active E kaum von den 1er-Serienmodellen mit Verbrennungsmotor zu unterscheiden. Auch die Leistungsdaten lesen sich auf den ersten Blick fast wie bei einem Diesel oder Benziner. Denn 170 PS und ein maximales Drehmoment von 250 Nm sollten an sich für genügend Freude am Fahren sorgen - wenn nur das Übergewicht nicht wäre.
Die Mittelklasse-Limousine mit mehr Alu und weniger Gewicht. zum Video
Während der BMW i3, der 2013 auf den Markt kommen soll, nur 1250 Kilogramm auf die Waage bringt, ist der auf Spannung umgebaute 1er mit mehr als 1,8 Tonnen ein eiliger Fall für die Weight Watchers. Immerhin wurde das üppige Gewicht sinnvoll im Verhältnis 50:50 auf die beiden Achsen verteilt. Das können andere Elektrofahrzeuge deutlich schlechter. So bullig und satt liegt derzeit kaum ein anderer auf der Straße.
Projektleiter Bernhard Hofer: "Der BMW Active E ist kein Serienfahrzeug. Es geht vielmehr darum, weitere Erfahrungen zu machen und weitere Kunden zu gewinnen. Nach dem Mini E ist der BMW Active E nun das zweite Testprojekt vor dem Serienmodell des i3." Im Gegensatz zum Mini E wurde der Motor des Active E im Hause BMW entwickelt. Verschiedene Module aus dem Elektroantrieb sollen später beim i3 in Serie gehen.
Da, wo im Fahrzeug sonst Verbrennungsmotor, Kardanwelle und Tank untergebracht sind, wurden beim Active E die 450 Kilogramm schweren Lithium-Ionen-Akkumodule eingebaut. Ein hundert Kilogramm schwerer Elektromotor treibt die Hinterachse an und vermittelt zumindest auf den ersten Metern allerhand Dynamik. Das sieht bei einem Abstecher auf die Landstraße oder der Autobahn ganz anders aus. Hier wird der Active E schnell zum müden Krieger. Dabei wird das Spurtpotenzial (0 auf 100 km/h in neun Sekunden) für die meisten mehr als ausreichen. Die abgeregelte Höchstgeschwindigkeit von 145 km/h dürfte in den Augen eines dynamischen BMW-Piloten eher zu wenig sein.
Der Fahrer hat die Wahl zwischen verschiedenen Fahrmodi. BMW verspricht eine Reichweite von mindestens 160 Kilometern. Im Eco-Pro-Modus dürften selbst im realen Fahrbetrieb sogar 200 Kilometer oder mehr drin sein. Dann werden Gaspedalkennlinie und Komfortfunktionen wie die Klimaanlage auf besonders sparsam getrimmt.
"Unsere Untersuchungen haben ergeben, dass die meisten Kunden in Europa mit einer täglichen Reichweite von 40 Kilometern hinkommen", so Bernhard Hofer, "in den USA sind es 60 Kilometer. Dafür gibt es nun einen vollwertigen Viersitzer mit 200 Litern Kofferraum." In vier bis fünf Stunden ist der Elektro-BMW an einer Steckdose wieder aufgeladen. Wie voll der Akku ist, kann der Fahrer jederzeit an seinem Smartphone abrufen.
Beim Fahren unterscheidet sich der BMW Active E deutlich von einem normalen 1er. Dabei geht es weniger um das fehlende Motorgeräusch. Denn wie man es von einem Elektromobil kennt, surrt auch der weiße BMW nahezu lautlos über die Straßen. Die Lenkung vermittelt eine ordentliche Rückmeldung und der Motor ist zumindest bis Tempo 100 flott dabei. Gewöhnen muss man sich jedoch an die starke Wirkung der Bremsenergie-Rückgewinnung. Einfach den Fuß vom Gaspedal und weiterrollen lassen, ist wenig sachgerecht. Die Bremsverzögerung ist ähnlich wie beim Mini E derart stark, dass man nach wenigen Metern abrupt stoppt.
Einen Kaufpreis wird es nicht geben und auch bei den monatlichen Nutzungsgebühren hält sich BMW derzeit noch zurück. Nachdem der Mini E jedoch rund 450 Euro kostete, dürfte sich die monatliche Rate des BMW Active E in Anbetracht des höheren Nutzens und besseren Platzangebots zwischen 600 und 750 Euro einpendeln. Vermutlich werden die 1100 Fahrzeuge schnell vergriffen sein. In zwei Jahren soll dann das echte Serienmodell, der i3, zu Preisen von rund 37.000 Euro angeboten werden.
Quelle: mid
Mario schrieb:
am 2. November 2011 um 20:22:19
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Technik noch nicht ausgereift
Ohne Verbrennungsmotor wird auch dieses Auto nicht auskommen. Wie soll ich im Winter nur mit Batterie die
Scheiben eisfrei und den Innenraum warm bekommen. Mit der Batterie sicher nicht, denn dann geht die Reichweite rapide in den Keller. Und frieren will ich schon gar nicht. Zum zweiten möchte ich mal wissen, wie viele KW/h die Wiederaufladung der Batterie benötigt.
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Enrico schrieb:
am 2. November 2011 um 20:21:35
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Elektro-Einser
Endlich liest man mal was über das Fahrzeug, hier in Leipzig sieht man sowas ab und an rumfahren und man muss BMW schon
Respekt zollen. Andere deutsche Hersteller halten sich bei dem Thema auffallend zurück....
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