14.07.2011, 09:28 Uhr | Timo Bürger, Berlin
Mit BMW 1er, Mercedes A-Klasse und Audi A3 bringen innerhalb von wenigen Monaten alle Premiummarken in der Kompaktklasse neue Modelle auf den Markt. Der 1er BMW macht den Anfang. Seit der Markteinführung im Jahr 2004 wird der Münchner von vielen als dynamischster Vertreter bei den Kompakten angesehen. Kann auch der neue 1er BMW diesem Ruf gerecht werden? Erster Test mit dem derzeit stärksten 1er, dem neuen 120d.
Kraftvoll steht der Kompakte auf der Straße. Der 1er ist um gut acht Zentimeter in der Länge gewachsen (jetzt gut 4,32 Meter). Auch der um drei Zentimeter erweiterte Radstand und die um einen Tick erweiterte Spurbreite tragen zu diesem sportlich-geduckten Eindruck bei. "Jung und voller Energie" nennt BMW seinen Spross, eine "Eroberungsmaschine" soll er sein.
Daneben trägt der kleine Münchner alle BMW-typischen Merkmale: Eine lange konturierte Motorhaube, Hofmeisterknick, Coupé-artige Dachlinie, kurze Überhänge. Markant sind die ausgestellten Radhäuser, die mächtige Doppelniere und die typischen Doppelrundscheinwerfer.
Was man vom 3er und 5er bereits kennt (und wohlwollend zur Kenntnis nimmt): Auch im neuen Kompakten sitzt man hervorragend im Fahrer-orientierten Cockpit. Das griffige Lenkrad erfreut ebenso wie die komfortablen Sitze, die Bedienung ist logisch (und bekannt), die Materialien sind hochwertig.
Zwei Designlinien - stylish "Urban" und Sport" genannt - offerieren die Münchner für ihr jüngstes Kind. "Sport" bietet im Innenraum vor allem rote Kontraste, beim Exterieur fallen schwarzen "Nierenstäbchen" auf.
Die "Urban-Line" gefällt innen durch die verschiedenen Farbkontraste, sie verleihen dem 1er mehr Pep. Gewöhnungsbedürftig sind allerdings die weißen Nierenstäbchen und der weiße Blendenstab vorne. Insgesamt stehen "über 6500" (BMW) Individualisierungsmöglichkeiten zur Verfügung - damit dürften zumindest mathematisch gesehen nur sehr wenig völlig identische Fahrzeuge auf der Straße fahren.
"Kein anderes Fahrzeug soll eine bessere Fahrdynamik haben", war der Anspruch der BMW-Ingenieure. Davon konnten wir uns auf einem abgesperrten Parcours überzeugen. Der 1er liegt auf der Straßen wie ein Brett, ohne bretthart zu sein. Der Premium-Kompakte lenkt sehr direkt ein, lässt sich mit Leichtigkeit um die Kurven zirkeln, bleibt selbst auf nassem Kurvengrund der Spur treu und wird nur bei bösartigsten Fahrmanövern aus der Bahn geworfen.
Vor allem auf der Autobahn macht der 1er eine sehr gute Figur. Der Wagen liegt straff und ruhig auf der Straße - kaum zu glauben, dass es sich um einen Kompakten handelt. Die Höchstgeschwindigkeit von 228 km/h erreicht er mühelos. Bei alledem fühlt sich der Fahrer zu jeder Zeit weder überfordert noch unsicher. Dank nun 184 PS und 380 Newtonmeter Drehmoment ist jederzeit genügend Kraft für spontane Spurwechsel und Überholvorgänge da. Angenehm: Auch die Windgeräusche bei diesem Tempo bleiben durchaus in erträglichem Rahmen.
Es geht aber auch anders. Wer den kleinen Münchner im Richtgeschwindigkeitstempo über Schnellstraßen bewegt, wird mit einem Mini-Verbrauch von 4,5 Litern belohnt. Bei alledem erleichtert die hervorragend ruck-und-zuck-freie Achtstufenautomatik die Arbeit - ein empfehlenswertes Feature. Zu loben ist der serienmäßige "Eco-Pro-Modus", der den Fahrer beim Kraftstoffsparen optisch unterstützt - und sogleich die zusätzlich gewonnene Reichweite auf dem Display darstellt. "Efficiencytainment" - Sparen mit Unterhaltungswert - sagen die Münchner dazu.
Letztendlich spuckte der Bordcomputer einen Durchschnittsverbrauch von 6,4 Liter Dieselkraftstoff aus - respektabel bei einigen Vollgasabschnitten und diversen beherzten Beschleunigungen. Eine Fünf vor dem Komma ist ohne Weiteres zu schaffen.
Ein Minuspunkt kann es allenfalls für den Kofferraum geben: Zwar ist das Volumen um 30 Liter auf jetzt 360 gewachsen - richtig großzügig ist das allerdings nicht. Auch 1200 Liter, die durch Umklappen der Rückwand entstehen, sind nicht allzu viel. Aber immerhin ausstreichend, um einige Köfferchen und Taschen vernünftig unterzubringen. Im Fond sitzt man auch als 1,80 Meter großer Erwachsener bequem: die im Vergleich zum Vorgänger gewonnenen zwei Zentimeter lassen den Knien genügend Freiraum - und auch zwischen Kopf und Dachhimmel ist noch genügend Luft.
Der günstigste BMW, der 116i mit 136 PS ist ab 23.850 Euro zu haben. Selbstzünder-Fans müssen mindestens 25.950 Euro (116d mit 116 PS) locker machen. Der hier gefahrene 120d "Urban Line" steht ab gut 29.000 Euro in der Preisliste. Mit einen paar Extras, das lässt sich einfach kalkulieren, ist schnell die 35.000-Euro-Marke erreicht. Sehr viel Geld für einen Wagen der Kompaktklasse - aber eben auch für einen sehr hochwertigen.
Ob der 1er eine optische "Eroberungsmaschine" ist, muss jeder selbst beurteilen. Mit Sicherheit ist er eine Fahrmaschine - eine sehr präzise und sportliche. Zudem gefällt der hochwertige Innenraum ebenso wie der Mehr-Platz für Mitfahrer und Gepäck und die zahlreichen Gestaltungsmöglichkeiten. Summa summarum ein Premium-Allround-Fahrzeug mit vielen Qualitäten. Erster und 1A.
BMW 1er: Technische Daten und Preise | |||||
Modell | 116i | 118i | 116d | 118d | 120d |
Motor | Vierzylinder-Benzin | Vierzylinder-Benzin | Vierzylinder-Diesel | Vierzylinder-Diesel | Vierzylinder-Diesel |
Leistung | 136 PS | 170 PS | 116 PS | 143 PS | 184 PS |
Drehmoment | 220 Nm | 250 Nm | 260 Nm | 320 Nm | 380 Nm |
0-100 km/h | 8,5 s | 7,4 s | 10,3 s | 8,9 s | 7,2 s |
V-Max | 210 km/h | 225 km/h | 200 km/h | 212 km/h | 228 km/h |
Verbrauch / CO2 | 5,5 - 5,7 l / 129 - 132 g | 5,8 - 5,9 l / 134 - 135 g | 4,3 - 4,5 l / 114 - 117 g | 4,4 - 4,5 l / 115 - 118 g | 4,5 - 4,6 l / 119 - 122 g |
Preis ab | 23.860 € | 26.750 € | 25.950 € | 27.100 € | 29.250 € |
Quelle: t-online.de
Hans schrieb:
am 16. Juli 2011 um 17:38:27
(1)
(5)
Die Meisten
sind schon nach dem 1. klug. Manche kaufen sich den Dritten und haben immer noch nicht gerafft dass sie Mittelmaß für Mondpreise kaufen.
Kommentar melden
Tobi schrieb:
am 16. Juli 2011 um 13:57:28
(2)
(0)
Frontantrieb???
"moderner" Frontantrieb, ähm für alle Hinterradantriebkritiker, es gibt Google, da kann man sowas suchen und
nachschauen warum Hersteller Vorderrad bzw. Hinterradantrieb verbauen.
Kurz und knapp: Vorderrad = viel billiger
Hinterrad: teuer, hochwertiger, sportlicher.
siehe Mercedes, BMW, Porsche, etc.
Hat schon mal jemand einen Sportwagenhersteller mit Frontantrieb gesehn?!? Entweder Heck oder Allrad......Wenn man natürlich nicht mit dem Heck ungehen kann ist ein "moderner" Fron
mehr
Kommentar melden
- - - schrieb:
am 16. Juli 2011 um 13:30:51
(0)
(7)
BMW
Da könnt ihr Neunmalklugen Schw. schreiben was euch so einfällt , ich habe mir wieder einen Audi mit modernem Frontantrieb bestellt und
das ist gut so .Ist mein dritter !!!
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

6 Fl. 2010er Condesa Eylo Verdejo + Karaffe für nur 39,- € statt 72,30 €. von Hawesko
Modische Multitalente für Business und Freizeit - für Frauen mit jedem Figur-Typ. zum XXL-Special
Endlos ins deutsche Festnetz telefonieren. Volle Kostenkontrolle. von congstar.de
Modische Herrenanzüge von Daniel Hechter für Business und beson-
dere Anlässe. zum Special