02.02.2010, 11:30 Uhr | Peter Schwerdtmann / ampnet
Audi A8 (Foto: Audi)
Jetzt lernt der neue AudiA8 gerade Chinesisch sprechen und lesen, der Ingolstädter. Der Oberklassewagen kann schon Ziele googlen und punktgenau anfahren. Er bewegt sich über die Satellitenaufnahmen von Google Earth. Er kann auch die berüchtigte Klaue von Ärzten lesen und spricht in den wichtigsten Sprachen der Welt (Hier geht's zur Foto-Show Audi A8)
Er weiß, ob das Getriebe nach der nächsten Kurve herunterschalten muss, wann die nächste Kreuzung kommt, vermeidet bei Nacht Blendung des Verkehrs, erkennt im Dunkeln Fußgänger auf der Fahrbahn, die vom Fahrlicht noch nicht erfasst sind und warnt hoffentlich auch vor Wild beim Wechseln. Fahren kann er auch noch, der neue Audi A8 – und das sehr beeindruckend.
Dem Zeitgeist entsprechend reichte Audi-Chef Rupert Stadler bei der Präsentation des A8 im Süden Spaniens gleich zwei eindrucksvolle Verbrauchswerte nach: Der kleine Sechs-Zylinder-Diesel mit Frontantrieb und 204 PS, den Audi etwas später auf den Markt bringen wird, soll mit sechs Litern auf 100 Kilometer auskommen.
Der Drei-Liter-Sechszylinder mit 250 PS, Quattroantrieb, Start-Stopp-System, der für das das dritte Quartal angekündigt wurde und wahrscheinlich die in Deutschland gefragteste Version darstellen wird, soll 6,6 Liter auf 100 km brauchen. Mit seinen 250 PS braucht er 22 Prozent weniger als sein Vorgänger. Um das Auto gleich richtig einzuordnen: Der Audi A8 3,0 TDI Quattro kostet 72.200 Euro.
Einhelliges Urteil nach der Fahrvorstellung: Niemand braucht mehr. Er ist spurtstark und schnell, leise und souverän. Aber manchen reicht das nicht. Für die tritt der A8 zunächst mit zwei Achtzylindern an: den 4,2 FSI Quattro und dem 4,2 TDI Quattro. Der Basispreis des Benziners liegt bei 89.300 Euro, der des Diesel bei 90.800 Euro.
Beide Motoren arbeiten mit der Acht-Gang-Automatik Tiptronic zusammen. Der Benziner leistet 372 PS und bietet ein maximales Drehmoment von 445 Newtonmetern. Sein Durchschnitts-Normverbrauch liegt bei 9,5 Litern, entsprechend 219 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer. Der Diesel liegt fast zwei Liter besser, leistet 350 PS und schiebt mit 800 Newtonmetern.
Bei 250 km/h abgeregelt werden beide. Und die 100 km/h-Marke erreicht der Diesel mit 5,5 Sekunden sogar eine fünftel Sekunden schneller als der Benziner. Beide sind also bärenstark, aber wesentlich behänder als Meister Petz. Das verdankt der große Audi vielen Faktoren, unter anderem der Aluminiumkarosse. Der A8 wiegt rund 100 Kilogramm weniger als ein konventionellerer Wettbewerber.
Wesentlichen Anteil an der Agilität kommen den diversen Helferlein zu, die nicht alle in dem Serienumfang enthalten sind, aber zeigen, dass heute auch ein sanfter Gleiter und ein sportlicher Typ in einem Auto stecken können. Keine Sorge: Zwar bietet der Dreh-Drücksteller auf der Mittelkonsole einen Menge von Einstellungen fürs Fahrwerk bis hin zu ganz individuellen Vorgaben, aber unsanft geht der A8 mit seinen Passagieren nicht um. Das entspricht nicht seinem Charakter.
Wie beim Vorgänger kann der große Bildschirm für die Navigation und die Darstellung der vielen Eigenschaften, die sich mit drehen und drücken einstellen lassen, im Armaturenbrett verschwinden, was die Harmonie der Gestaltung noch deutlicher erkennen lässt. Dieser Audi enttäuscht in dieser Hinsicht keineswegs, sondern legt auch die hauseigene Messlatte für Materialien und deren Verarbeitung noch eine Ecke höher.
Mit dem Bi-Xenon-Licht oder den neuen LED-Scheinwerfern verfügt Audi nun über die fortschrittlichste Lichttechnik – immer optimale Sicht und immer ohne Blendung des Verkehrs. Besonders die LED-Scheinwerfer erlauben einen Blick in die Zukunft. Auch das neue Licht nutzt eine Reihe von Sensoren und Daten, die früher mit dieser Funktion nichts zu tun hatten.
Neben dem Shift-by-Wire-Hebel des Gangschaltung mit dem Aussehen eines Gashebels bei ener Motoryacht findet sich auch ein kleines Touchpad, auf dem man Ziele oder Telefonnummern mit dem Finger schreiben kann, ohne den Blick von der Fahrbahn zu wenden. Die Elektronik dahinter lernt gerade chinesische Schriftzeichen, kann aber schon Kyrillisch und beherrscht viele Sprachen dieser Welt.
Wer all das genießen und nutzen will, muss natürlich noch zusätzlich in die Tasche greifen. Die Ausstattung fällt beim Neuen zwar kompletter aus als beim Alten. Dennoch sollte man für die volle A8-Dröhnung noch einmal rund 20.000 Euro dazurechnen. Da ist dann auch die eindrucksvolle Bose-Anlage mit enthalten, die 19 Lautsprecher und eine Leistung von 1460 Watt (etwa zwei PS) aufbietet.
Peter Schwerdtmann / ampnet
audi schrieb:
am 15. Februar 2010 um 10:37:41
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alex
gelungenes Fahrzeug aber mir pers.zu groß,und zu teuer im unterhalt und nich sonderlich variabel.zum fahren gut, für den
alltagsgebrauch zu unpraktisch.ist eher eine Chefkarre.komme ich damit überhaupt in ein parkhaus??sicherlich wenn es leer ist oder ??
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Bernd schrieb:
am 10. Februar 2010 um 13:16:29
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Tudor + Maxim
Erstes Patent Vierpunktgurt von G. Leveau 1903! Ebenfalls 1903 erfand Louis Renault einen Fünfpunktgurt der von Volvo zum
Dreipunkt-Sicherheitsgurt weiter entwickelt wurde. 1948 war der Tucker Torpedo serienmäßig mit Gurten ausgerüstet! 1957 wurden erstmals Beckengurte als „Sonderausstattung in Fahrzeugen von 1. Porsche dann 2. Mercedes eingebaut. Natürlich gegen einen fetten Aufpreis. Volvo ab 1959 in Serie und nur das zählt! Nur ein Beispiel von vielen! Etwas googeln gegen Unkenntnis
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Bernd schrieb:
am 10. Februar 2010 um 10:35:09
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Es ist gut jetzt!
Mir ist durchaus klar das meine Ausführungen die automobile Weltanschauung eines Premium-Klasse-Fahrers in ihren
Grundfesten erschüttert. Bei einem Fahrzeug dieser Preisklasse erwarte ich einfach, dass dort die neusten Innovationen immer zuerst angeboten werden. Im übrigen gönne Ihnen allen Ihr Spielzeug, egal ob A8, S-Klasse oder 700er. Und zu Guter letzt! Man definiert seine Persönlichkeit über den eigenen Charakter und nicht über das Image seines Autos bzw seiner bevorzugten Marke.
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