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Nippon-Sportler mit kräftigerem Biss
02.04.2009, 11:03 Uhr | Holger Holzer / mid
Der neue Nissan 370Z (Foto: Nissan)In der Liga der zweisitzigen Sportwagen hat sich der NissanZ über die letzten 40 Jahre den Ruf als preiswerte und leistungsstarke Nippon-Alternative zu Porsche und Co. erarbeitet. Auch die Neuauflage, die im Juli als 370Z auf den Markt kommt, bietet viel PS und gute Fahrleistungen für vergleichsweise wenig Geld. Die zunächst angebotene Coupé-Version wird von einem 3,7 Liter großen Saugmotor mit 331 PS angetrieben und kostet ab 38.690 Euro.#
Foto-Show Nissan 370Z
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Kräftigere Konturen beim 370Z
Der Nachfolger des 350Z wirkt äußerlich deutlich athletischer als das Vorgängermodell. In der Länge und in der Höhe ist der Sportwagen um je knapp eine Handbreit geschrumpft, dafür hat er in der Breite deutlich zugelegt. An der Front fletscht ein weit nach unten gezogener Lufteinlass die Zähne, zwei pfeilförmige Scheinwerfergehäuse bilden die Flanken. Die Motorhaube wirkt nun länger und schlanker als bisher, das Dach fällt direkt hinter der Windschutzscheibe zu dem mit einem kleinen Spoiler versehenen Heck hin ab.
Zusatzinstrumente auf dem Armaturenbrett
Im Innenraum weicht der etwas verspielte Stil des Vorgängers einer nüchterneren Gestaltung. Besondere Akzente bleiben aber etwa durch drei kleine Rundinstrumente erhalten, die mittig auf dem Armaturenbrett angebracht sind oder das nach Porsche-Art links vom Lenkrad angebrachte Zündschloss. Letzteres nimmt allerdings lediglich den Schlüssel auf, gestartet wird mit einem Knopf rechts vom Lenkrad. Kleines Minus: Die Lenksäule ist nur in der Höhe verstellbar, die richtige Sitzposition ist so nicht immer leicht zu finden.
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Mehr Hubraum, mehr Leistung
Der neue 3,7-Liter-Motor ist eine Weiterentwicklung des 3,5-Liter-Triebwerks aus dem 350Z. Durch die 0,2 Liter Extra-Hubraum steigt die Leistung leicht auf 331 PS, das Drehmoment wächst auf 366 Newtonmeter. Bereits kurz über Leerlaufdrehzahl schiebt das Sechszylindertriebwerk den Hecktriebler vehement nach vorne. In der Folge entfaltet sich die Leistung zügig und extrem gleichmäßig, bis der Zeiger des Drehzahlmessers bei rund 7500 Touren in den Begrenzer läuft.
Knackige Sechsgangschaltung
Untermalt wird dies vom sportlichen Röhren der sechs Zylinder; gegenüber dem soundstarken Vorgänger ist die Lautstärke aber etwas reduziert - je nach Sportwagengeschmack ein Vor- oder Nachteil. Klarer Vorteil des neuen Antriebs ist aber die knackige Sechsgangschaltung, die optional mit einem SRC genannten System zur Drehzahlsynchronisierung aufgerüstet werden kann. Beim Herunterschalten gibt die Technik automatisch einen kleinen Gas-Stoß, so dass die Motordrehzahl beim erneuten Schließen der Kupplung sofort auf dem richtigen Niveau ist.
Alternativ auch mit Automatik lieferbar
Die Motorbremse kann dem Fahrer so keinen Strich durch die gleichmäßige und flüssige Kurvenjagd machen. Das Fahren wird so auch für weniger Geübte ein Kinderspiel; statt Gas geben und Kupplung treten gehört die ganze Konzentration der Straße. Wer lieber selbst schalten will, kann das System per Knopfdruck auch deaktivieren. Alternativ zur Handschaltung gibt es erstmals in Europa eine Automatik für den kompakten Nissan-Sportler; das Siebengang-Getriebe verfügt ebenfalls über eine Zwischengasfunktion und arbeitet schnell und aufmerksam.
Bewertung Nissan 370Z |
Plus: | gute Fahrleistungen, günstiger Preis |
Minus: | kleiner Kofferraum, Lenksäule nur in Höhe verstellbar |
Viel Fahrspaß bei der Kurvenjagd
Für Fahrspaß beim 370Z sorgt auch der niedrige Schwerpunkt in Verbindung mit dem relativ geringen Gewicht und dessen gleichmäßiger Verteilung zwischen den Achsen. Der über die Hinterachse angetriebene Sportler wirft sich mit Freud um Ecken und Kurven, die präzise und verbindliche Lenkung gibt dem Fahrer volle Kontrolle, die Bremsen wirken standfest und flößen Vertrauen ein. Trotz der straffen Fahrwerksabstimmung bietet der 370Z auch einen ordentlichen Rest-Komfort für den Alltagseinsatz. Lange Reisen sind aber auch aufgrund des kleinen Kofferraumvolumens von 235 Litern nicht angeraten. Auch hinter den Sitzen finden nur noch sehr kleine Gepäckstücke Platz.
Nissan 370Z besticht mit günstigem Preis
Beim Preis sind die Z-Modelle von der europäischen Sportwagen-Konkurrenz seit jeher kaum zu schlagen. Die "Basis"-Version liegt bei 38 690 Euro, nach Einschätzung des Herstellers werden sich jedoch rund 94 Prozent der Kunden für die voll ausgestattete Version "Pack" für 41.190 Euro entscheiden. Die kommt unter anderem mit beheizbaren Ledersitzen, Bose-Soundsystem und Tempomat daher. Der Kraftstoff-Verbrauch des V6-Boliden liegt bei 10,5 Liter je 100 Kilometer, was angesichts der Leistung in Ordnung geht.
Mehr Agilität, mehr Leistung, mehr Fahrspaß
Gegenüber seinem Vorgänger hat der neue 370Z noch mal einen großen Schritt getan. Das Coupé wirkt erwachsener und hochwertiger, der Motor ist einen Tick bissiger, der kürzere Radstand sorgt für noch mehr Agilität und die automatische Drehzahlanpassung bringt noch einmal zusätzlichen Fahrspaß. Und beim Preis hält sich der Neue die vergleichbaren Wettbewerber wie den Porsche Cayman oder den Mercedes-Benz SLK weiterhin klar auf Distanz.
Holger Holzer / mid