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Automesse Peking - Dreiste Plagiate aus Chinas

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Die zehn dreistesten Auto-Plagiate

05.05.2010, 11:34 Uhr | Tom Grünweg

Die neuesten China-Plagiate (Fotos: Hersteller)

ChinesischeAutofirmen entwickeln allmählich einen eigenen Designstil, doch es gibt noch immer Modelle, die ganz offenbar europäischen Erfolgsmodellen nachempfunden sind. Déjà-Vu-Momente waren auf der Messe Auto China in Peking deshalb die Regel.

Markante Details werden abgekupfert

Es heißt, in China drücke eine Kopie immer auch die Wertschätzung des Originals aus. Wenn das so ist, dann herrschte auf der Auto China in Peking eine Atmosphäre voller Hochachtung. Denn auch wenn man chinesischen Autoherstellern wie Geely, BAIC, Brilliance oder FAW durchaus das Bemühen um eine eigene Designlinie bei neuen Modellen zugestehen muss, sah man weiterhin viele Autos, die einem sehr bekannt vorkamen. Dabei wird längst nicht immer das komplette Automodell einfach abgekupfert, sondern oft auch lediglich die markantesten Details: Hier sind es die Scheinwerfer des Nissan 370Z, dort der Kühlergrill der Mercedes M-Klasse, bei einem anderen Modell der Kotflügelschwung des Ford Kuga. Auch bei Markenzeichen wird kopiert - und so gab es kaum einen Messestand, an dem man nicht zumindest ein kleines Déjà-Vu-Erlebnis hatte.

Vorliebe für westliche Geländewagen

Die Vorliebe der chinesischen Kopisten liegt dabei offenbar auf westlichen Geländewagen. Auf dem Stand von BAIC konnte man gleich die ganze Modellpalette der US-Marke Jeep im chinesischen Look entdecken - vom Wrangler-Imitat bis zum Nachbau des Grand Cherokee. Und bei Huanghai stand ein Modell mit großer Ähnlichkeit mit der Mercedes M-Klasse neben einem Klon des Lexus RX 400. Mitunter wurden die Plagiate sogar weiter voran getrieben als die Originalmodelle. So gab es die M-Klasse-Kopie aus China auch als Pickup-Version, und den Nachbau des Range Rover Sport gab es aus chinesischer Produktion bereits mit Hybridantrieb.

Mini einfach nachgebaut

Auch der Mini gefällt den chinesischen Herstellern offenbar so gut, dass ihn die Marke Lifan einfach nachbaut - und dazu noch bei BMW ganz kess die Typenschilder für den "320" abkupfert. Das London Taxi allerdings stand völlig rechtens auf dem Geely-Stand. Denn das Unternehmen hatte für den Nachbau die nötigen Lizenzen erworden. Das gilt übrigens auch für die Saab-Modelle 9-3 und 9-5, die BAIC nur wenige Wochen nach dem Deal mit General Motors über den schwedischen Hersteller vorstellte. Und auch der Opel-Astra-Klon namens Buick Excelle ist über alle Zweifel erhaben - schließlich gehören beide Marken zur großen GM-Familie.

"Eine Form der Ehrerbietung"

Die Automanager aus dem Westen gaben sich angesichts der Plagiate milde. "Auch das ist eine Form der Ehrerbietung", war etwa die Reaktion von Daimler-Chef Dieter Zetsche. Insgeheim sind die Manager sogar oft beeindruckt. Vor allem vom Tempo, mit dem die chinesischen Nachahmer zu Werke gehen. Den Mitsubishi ASX zum Beispiel haben die Designer der Geely-Tochter Emgrand bereits kopiert, noch ehe Mitsubishi das Original überhaupt auf den Markt gebracht hatte.

Detailgetreue Nachbildung des Smart

Schnelle und detailgenaue Nachbildung zeichnen auch die Smart-Kopie Noble aus. Einerseits hat das Stadtmobil aus China zwei Sitze zu viel, und es gibt sogar eine SUV-Variante mit außen angeschlagenem Ersatzrad; doch praktisch über Nacht wurde das neue Farbenspiel des Originals imitiert. Kaum trug der echte Smart einen Tigerlook, erhielt auch der gelb grundierte Noble schwarze Streifen.

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Quelle: Spiegel Online

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Kommentare (121)

zum Forum

Thema: "Automesse Peking - Dreiste Plagiate aus Chinas"

Auto Freund schrieb: am 3. April 2011 um 13:29:24
(0) (0) Chinas Auto Plagiate
Wenn ich mir manche angebliche Vergleiche ansehe kann ich mich nur wundern, denn - sie erscheinen sehr weit her geholt!
Wenn ich bei uns auf den Straßen unerwegs bin kommt mir die Ähnlichkeit vieler Autos/ SUV's unheimlich groß vor - sind das auch Plagiate - aber nicht von Chinesen - es ist schon fast langweilig! Bestimmte Formen werden durch Windwiderstand etc. angeblich vorgegeben - nur wo sind dann wirklich noch eigenständige Designer? Nur noch Einzelstücke für Messen. Schade für D Firmen!
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Grizzly schrieb: am 31. März 2011 um 12:10:14
(0) (0) China
In China leben 1 000 000 000 Köpfe, da wird es ja wohl genug Leute geben,die sich selber Designs ausdenken können. Kleinigkeiten
fast gleich zu machen ist nicht schlimm, aber diese Autos sehen wirklich zum verwechseln ähnlich aus. Das geht nicht !!!!
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UlliSK schrieb: am 3. Januar 2011 um 18:43:02
(0) (0) China
Die Profitgier der Industrie lässt ein Dazulernen eben nicht zu .Schon vor Jahren staunte Fa Sennheiser wie gut die Chinesen kopieren
können .Selbst Schuld !
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