Citroën Xsara Picasso (Foto: Citroën)Autofahrer in Deutschland dürfen sich nach einer Studie auch nach der Abwrackprämie auf eine wahre Rabattschlacht bei Herstellern und Händlern freuen. Zu diesem Ergebnis kommt eine monatliche Untersuchung des Center Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen. Vor allem der französische Autobauer Citroën gewährt derzeit hohe Rabatte auf den Listenpreis. Wir zeigen Ihnen die schärfsten Schnäppchen.
Studie erfasst nicht individuelle Rabatte der Händler
Das Forschungszentrum erfasste für die Studie nur veröffentlichte Aktionen der Hersteller wie Sondermodelle, Sonderzinsen, Leasingangebote, Bar-Rabatte oder besondere Eintauschprämien für Altfahrzeuge. Die höchsten Nachlässe gab es in der Regel, wenn verschiedene Anreize der Hersteller gleichzeitig genutzt wurden. Die von Händlern selbst gewährten Rabatte wurden in der Auswertung nicht berücksichtigt.
Nicht mehr so hohe Einzelrabatte
Mit 308 sogenannten offenen Aktionen sei die Zahl der Verkaufsförderungs- und Rabattaktionen der Autobauer im November gegenüber dem Vormonat (295 Aktionen) erneut gestiegen. Allerdings gewähren die Hersteller nicht mehr so hohe Einzelrabatte wie noch vor einigen Monaten. Bei vielen Rabatten handelt es sich um Prämien im Rahmen der Finanzierung.
Premiumanbieter bieten höhere Nachlässe
So liegt der höchste Nachlass laut Studie bei derzeit rund 34 Prozent für den Citroën Xsara Picasso. Im Oktober lagen die Rabatte bei manchen Modellen sogar weit über 40 Prozent. Immerhin winken nun auch den Kunden von deutschen Premiumanbietern höhere Nachlässe, wenngleich auf deutlich niedrigeren Niveau von bis zu 10 Prozent. Dabei setzten Mercedes, Audi und BMW vor allem auf Sondermodelle und Eintauschprämien.
Dudenhöffer: Rabatte steigen weiter an
Der bekannte Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer und Direktor des CAR-Instituts wertet die steigende Zahl solcher offenen Aktionen als deutliches Zeichen dafür, dass die Nachfrage nach Neuwagen in Deutschland sinkt. Deswegen erwartet der Forscher für den Januar weiter steigende Rabatte. Dudenhöffer erwartet, dass der Durchschnittsrabatt im Frühjahr 2010 auf gut 20 Prozent steigen wird.