28.06.2011, 08:38 Uhr
Autos von Mercedes sollen in Zukunft deutlich leichter werden (Foto: imago) (Quelle: imago)
Mit leichteren Autos will Mercedes-Benz künftig den Spritverbrauch senken. "In der Zukunft soll jedes unserer Fahrzeuge zehn Prozent leichter werden", sagte Forschungsvorstand Thomas Weber. Neue Autos dürften nicht schwerer werden, auch wenn etwa ein Hybridantrieb eingebaut sei. Das entsprechende Mehrgewicht gelte es mindestens zu kompensieren. Der technische Fortschritt im Auto habe die Fahrzeuge über viele Jahre größer und deutlich schwerer gemacht.
Hundert Kilogramm Gewichtsreduzierung bringen etwa acht Gramm Kohlendioxideinsparung, wie Weber sagte. Daimler hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt: 1995 habe der Flottenverbrauch aller Fahrzeuge von Mercedes-Benz durchschnittlich 9,2 Liter Sprit auf 100 Kilometern betragen, 2010 waren es 6,3 Liter. "Im Jahr 2012 streben wir einen Flottenverbrauch von 5,6 Litern an", sagte er. Und 2016 sollen es dann nur noch 5 Liter sein.
Um das zu erreichen, setzt Konzern wie seine Konkurrenten auf Leichtbau und dabei unter anderem auf Karbonfasern. Diese gelten als Zukunftstechnologie in der Autobranche. Karbon sei bei gleicher Festigkeit wie Stahl um 50 Prozent leichter, sagte Weber. "Karbon hat aber auch massive Nachteile, es ist sehr spröde und sehr teuer und es ist schwierig, es in Großserie zu verarbeiten." Daimler arbeitet dabei mit dem japanischen Konzern Toray zusammen. "Das ist unser Partner, mit dem wir gemeinsam die Teile in Großserienproduktion bringen werden. Mit der Herstellung der Fasern beschäftigen wir uns nicht."
Der Autobauer und Toray hatten im Januar ein entsprechendes Gemeinschaftsunternehmen angekündigt. Derzeit wird in Esslingen eine Produktionsstruktur aufgebaut, in den nächsten Jahren sollen 100 neue Arbeitsplätze entstehen. "2012 beginnen wir sukzessive mit der Großserienfertigung von Karbonteilen und -modulen in Esslingen", sagte Weber. "Mit Faserverbundwerkstoffen kann man zum Beispiel Dächer oder Heckklappen fertigen, im Nutzfahrzeugbereich ganze Fahrerhäuser oder auch Blattfedern, um auch mal einen ganz anderen Einsatzbereich zu nennen", erklärte der Vorstand. Nachteil: der hohe Preis. Um das Gewicht eines konventionellen Bauteils durch Karbon zu kompensieren, verursache dies heute Kosten von rund 100 Euro. "Es sollte nicht mehr als 20 Euro je eingespartem Kilogramm im Auto kosten", meinte Weber.
Der Konkurrent BMW setzt auf die Zusammenarbeit mit dem Kohlenstoffspezialisten SGL Group Carbon. An dem Unternehmen halten sowohl BMW-Großaktionärin Susanne Klatten als auch Volkswagen Anteile.
Quelle: dpa-AFX
Sigi schrieb:
am 15. Oktober 2011 um 22:08:09
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Gewicht der Autos
Es ist mir schleierhaft wie mit weniger Gewicht ein MB wie ein MB fahren soll.Das Fhrgefühl in meinem MB ändert sich
schon, wenn ich einen fast leeren Tank habe. Mit vollem Tank liegt das Auto satt auf der Strasse, mit lerem Tank habe ich ein Gefühl als wüürde das Auto tänzeln. Ein MB braucht eben mindestens 1400 Kg gewicht.
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AMG schrieb:
am 25. September 2011 um 00:32:08
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Aha
Und warum machen die es dann nicht einfach? Da wird ein Prototyp nach dem anderen präsentiert und von Zukunft und Visionen gelabert aber
dann wird doch wieder weiter gemacht wie bisher. In Wirklichkeit wird die Entwicklung blockiert und verzögert. Die Autos werden mit immer mehr Spielerein vollgestopft und immer schwerer, haben immer mehr PS und alle glauben dass muss so sein. Ich nicht!
Jetzt wird China motorisiert, nein, nicht elektrisch. Natürlich nicht...
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Alternativer Stuttgarter schrieb:
am 3. August 2011 um 21:58:14
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Daimler - na endlich!
Wenigstens mal ein Schritt in die richtige Richtung! Jetzt sollte der Daimler- konzern noch Konsequenzen aus
zwielichtigen Vergangenheits-Entscheidun- gen des fürstlich bezahlten Herrn Schempp ziehen, sowie aufhören, über Tochterfirmen Rüstungs-Tötungswaffen zu bauen (nur wenige Prozent der Arbeitsplätze). Dann wäre mir als Stuttgarter Daimler endlich wieder sympathisch. Nur Mut - Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt!
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