19.04.2010, 14:46 Uhr | mid, autoreporter.net
Möglichst oft sollte der Ölstand beim Motor überprüft werden. (Foto: imago) (Quelle: imago)
Viele Autofahrer vernachlässigen laut einer aktuellen Studie der Prüforganisation GTÜ und des Schmiermittelherstellers Castrol den Ölstand bei ihrem Auto. Bei jedem fünften Fahrzeug fehlt durchschnittlich ein ganzer Liter Motorenöl (20,2 Prozent) und bei weiteren 2,7 Prozent zeigt der Peilstab einen zu hohen Füllstand an. Insgesamt ist jedes vierte Auto mit dem falschen Ölstand unterwegs.
Vor allem bei ältern Fahrzeugen ist der Ölstand bedenklich: Während unter den ein bis drei Jahre alten Autos lediglich 12,9 Prozent einen bedenklichen Pegelstand aufweisen, sind es bei den Vier- bis Sechsjährigen bereits 18,3 Prozent und bei den Autos über zehn Jahren 25,6 Prozent. Dabei ist gerade bei diesen Fahrzeugen aufgrund des Verschleiß eine regelmäßige Kontrolle notwendig.
Autofahrer mit relativ jungen Fahrzeugen verlassen sich ausschließlich auf den turnusmäßigen Ölwechsel im Rahmen der Inspektionen und prüfen selten oder nie eigenhändig den Ölstand. Dafür spricht, dass fast jeder fünfte Studienteilnehmer im jüngsten Fahrzeugsegment (1-3 Jahre) die verwendete Motorenöl-Sorte nicht nennen konnte. Schon ab einem Fahrzeugalter von vier Jahren sank dieser Anteil deutlich auf 13,7 Prozent. Der Anteil der Wartungsmuffel ist unter Frauen und Männern übrigens nahezu identisch. 23,5 Prozent aller Frauen stellten ein Fahrzeug mit falschem Ölstand zur Hauptuntersuchung vor, bei den Männern waren es 22,4 Prozent.
Wer mit dem falschen Ölstand unterwegs ist, nimmt massive Risiken für die Haltbarkeit des Antriebs in Kauf. Zu wenig Öl im Motor kann seine Hauptaufgabe – kühlen und schmieren – nicht mehr voll erfüllen; Nockenwelle und Pleuellager nehmen Schaden.
Auch zu viel Öl ist von Übel. Vor allem bei häufigen Kurzstreckenfahrten kann unter diesen Bedingungen Kraftstoff ins Öl geraten, was zu Leistungsverlust und erhöhten Emissionen führt.
Bei der Wahl des Schmierstoffs legen viele Fahrer dagegen mehr Sorgfalt an den Tag: Mehr als drei Viertel unter ihnen verwenden moderne voll- oder teilsynthetische Motorenöle, die den Verbrauch im Vergleich zu einem mineralölbasischen Schmierstoff um bis zu vier Prozent reduzieren.
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mid, autoreporter.net
Rhabarber schrieb:
am 20. April 2010 um 09:30:27
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Dilfs Ölkohle
Es gibt und gab nie Motoren, bei denen Ölkohle als Funktionsmerkmal eingeplant war! Wer einen Oldtimer besitzt, der kann mit
dem Begriff Ölzentrifuge etwas anfangen. Da werden Schmutzteilchen in e. ringförmigen Raum (meist auf der Kurbelwelle) durch die Drehung an die Wand geschleudert und bleiben dort hängen. Funktioniert aber nur mit Öl, das keine Detergent & Dispersant Additive enthält, wie moderne Öl. Da soll ja der Dreck im Öl zum Filter transportiert werden. Das löst aber auch alten Dreck.
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Dilf schrieb:
am 20. April 2010 um 08:43:24
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@ KommentarSindBescheuert
ich kann meinem Vrkommentator nur recht geben. Vollsynthetisches Öl in einem älteren Motor bringt nicht nur
nichts, sondern ist im Zweifellsfall sogar schädlich, weil es Ölkohleablagerungen, die in diesen Maschinen praktisch noch fest eingeplant waren, löst und im schlimmsten Fall den Ölkreislauf zusetzt und einen kapitalen Motorschaden verursacht. Grundsätzlich gilt: wenn man die Spezifikationen einhält reicht es. Alles andere ist nur Geldmache der Hersteller.
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KommentarSindBescheuert schrieb:
am 19. April 2010 um 18:07:20
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Kommentatoren
...es ist schon erstaunlich, mit welchem chemischen und physikalischen Verständnis hier formuliert wird und mit populistischen
Worthülsen ohne Fakten um sich geworfen werden...Respekt! Schade um den webspace der hier verschwendet wird, auch den Artikel hätte man besser verwerfen sollen... 1/10 Prozentangaben und auch "bis zu 4% Kraftstoffeinsparung durch..." (Zitat) sind Formulierungen, die sich nur reißerisch anhören, mehr nicht. Blankes "Bild-Niveau"!
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