13.07.2010, 11:06 Uhr
Audi A8 L: In der Langversion sitzt es sich noch komfortabler (Foto: Audi)
Die gut betuchte Klientel in Märkten wie China, USA und einigen Golfstaaten wartet schon gierig auf den AudiA8 L. Die Auslieferung der Langversion der Luxuslimousine beginnt im Oktober und kommt zeitlich passend zur wirtschaftlichen Aufschwungphase vieler Länder. In Deutschland wird die Chauffeurslimousine ab 79.900 Euro angeboten. Gegenüber der Normalversion entspricht das einem Aufpreis von 7700 Euro.
In Länge und Radstand wächst die Langversion gegenüber der normalen Variante um 13 Zentimeter auf stolze 5,27 Meter. Das Plus kommt voll und ganz den Fondpassagieren zugute, deren Beinfreiheit entsprechend wächst. Für die Insassen in der ersten Reihe ändert sich nichts, sie sitzen wie im "kurzen" A8 ausgezeichnet.
Im Fond des "L" ist das Platzangebot jetzt erstklassig. Der Fünfsitzer wird mit zwei elektrisch einstellbaren Einzelsitzen und einem Mittelplatz geliefert. Sogar die automatische Anpassung ist Serie: Beim Türöffnen fährt der Sitz als Einstiegshilfe elektrisch in eine angenehme Position und danach wieder in die Ausgangsposition.
Luxus pur für den Chef im Fond liefert Audi in Form des optionalen Ruhesitzes mit elektrisch einstellbarer Fußablage an der Lehne des Beifahrersitzes. Ausgestreckt kann man da liegen und träumen wie in der First Class des neuen Lufthansa-Airbus A380. Zehn Luftkissen massieren den Ermatteten in vier Programmen und auch das gesamte Entertainment-Programm steht parat.
Im A8 L kommt der integrierte WLAN Hotspot zum Einsatz. Bis zu acht Endgeräte können den Internetanschluss des optionalen Hotspots nutzen. Logisch aufgebaut ist das neue Multi Media Interface MMI, das in allen Modellen an Bord ist. Im A8 kombiniert Audi das optionale Navigationssystem MMI Plus mit einem Touchpad. Dabei malt man mit dem Finger Buchstaben für das Fahrtziel oder Telefonnummern auf die Fläche, die sofort von den vernetzten Systemen umgesetzt werden. Notorische Schnellfahrer hält die Verkehrsschildererfassung über Kamera in Zaum: Sie erfasst die aktuellen Tempolimits im Display.
Die Tempokontrolle ist auch nötig, denn allzu schnell unterschätzt der Fahrer im komfortablen A8 L die Geschwindigkeit. Das Auto rollt nicht zuletzt dank serienmäßiger Luftfederung leise und geschmeidig ab. Vor allem mit den starken Achtzylinder-Motoren und dem Zwölfzylinder-Benziner ist man zügig unterwegs. Der W12-Motor gleitet selbst bei sehr hohen Geschwindigkeiten majestätisch dahin. Kernig tönt der souveräne 6,3-Liter-Motor. Seine Kraft schüttelt er jederzeit aus dem Ärmel, 500 PS und 625 Newtonmeter Drehmoment lassen kaum noch Wünsche offen.
In 4,7 Sekunden schnellt die Tachonadel aus dem Stand auf Tempo 100. Im genormten Mix werden 12,4 Liter pro 100 Kilometer angegeben, entsprechend 290 Gramm CO2 je Kilometer. Der schwächer motorisierte Vorgänger kam noch auf 13,6 Liter Kraftstoffverbrauch.
Deutlich sparsamer und sozialverträglicher tritt der Einstiegsdiesel 3,0 TDI an. Der Sechszylinder leistet 250 PS. Im Mix begnügt er sich mit nur 6,0 Litern. Mit dem neuen 3,0 TFSI haben die Ingolstädter jetzt auch einen besonders sparsamen Sechszylinder-Benziner in der Palette. Der Kompressor-V6, der den 3,2 FSI ersetzt, leistet 299 PS und bietet 420 Newtonmeter Drehmoment. Sein Normverbrauch: 9,3 Liter, was 217 Gramm CO2-Emissionen entspricht.
Fast lassen die Fahrleistungen der Sechszylinder die Achtzylinder vergessen. Dennoch: Bulligen Durchzug garantieren die beiden 4,2-Liter-V8-Motoren, ein Benziner und ein Diesel. Besonders dem 350 PS-Diesel mit 800 Newtonmeter kann kaum ein Wettbewerber das Wasser reichen. Der atemberaubende Durchzug setzt knapp über Leerlaufdrehzahl ein. Vor wenigen Jahren unvorstellbar: Nur 7,7 Liter verbraucht die Luxuslimousine mit diesem Motor, eine Verbesserung um 18 Prozent.
Alle A8 schalten über die neue Achtstufen-Automatik, die die Sechsstufen-Automatik ablöst. Auch sie liefert ihren Beitrag zu niedrigeren Verbräuchen: Bis zu 22 Prozent sparen die Motoren gegenüber ihren Vorgängern. Freilich verfügen alle A8 über den standesgemäßen Allradantrieb Quattro.
In China und in den USA sind traditionell die Hauptabnehmer für den A8 L zu finden. Das wird auch in Zukunft so bleiben. In China gehören neben Personen aus Regierungskreisen zunehmend selbstständige Geschäftsleute zum Kreis derer, die sich chauffieren lassen und am Wochenende gerne selbst hinterm Steuer Platz nehmen. In den USA leasen überwiegend Privatleute den A8 L, die den großen Wagen und das Raumangebot schätzen. In Deutschland werden die "XXL-Audis" vor allem von Regierung, Vorständen und Geschäftsführern gefahren.
Modell | Motor | Hubraum | Leistung | 0-100 km/h | V-Max | Verbrauch | CO2 |
3,0 TFSI | V6 | 2995 ccm | 299 PS | 6,1 s | 250 km/h | 9,3 l Super | 217 g |
4,2 FSI | V8 | 4163 ccm | 372 PS | 5,7 s | 250 km/h | 9,5 l Super | 219 g |
6,3 FSI | W12 | 6299 ccm | 500 PS | 4,9 s | 250 km/h | 12,4 l Super | 290 g |
3,0 TDI | V6 | 2967 ccm | 250 PS | 6,6 s | 250 km/h | 6,6 l Diesel | 174 g |
4,2 TDI | V8 | 4134 ccm | 350 PS | 5,5 s | 250 km/h | 7,6 l Diesel | 199 g |
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Quelle: mid
Kopfschüttler schrieb:
am 15. Mai 2011 um 13:41:17
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A8 L
offensichtlich haben es die meisten schreiberlinge nicht kapiert: der A8 l ist ein reines geschäftsfahrzeug mit fahrer (für die
oberste führungsebene) hinten ist es ein mobiles büro . offensichtlich können sich bestimmte schichten den bedarf an solchen autos bei einer 70 stundenwoche nicht vorstellen
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Zimmermann schrieb:
am 19. Juli 2010 um 12:02:03
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Vorsprung durch Übergöße!
Vorsprung durch ÜBERGRÖSSE (Technik)!
Die heutigen Autos sínd durch Ihre überdimensionalen
Formen vom
Möbeltransporter kaum noch zu unterscheiden!
Warum um Gottes Willen werden sie immer Größer und
schwerer? Ich kann mir nicht vorstellen, dass es vorzugs-
weise um Sicherheit geht.Schon jetzt steht fest, dass BMW(7er)
Mercedes (S-Klasse) mit Ihrer Spitzenklasse beim nächsten Modelwechsel
nachlegen werden. Möglicherweise werden dann so um die 5,60 m
erreicht!
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Rhabarber schrieb:
am 16. Juli 2010 um 10:12:04
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Der kleine Mann hat,
falls ich bins zu dieser Kategorie dazugehört, primär mal eins, nämlich keine Ahnung! Bei Daimler bin ich als
Aktionär verständlicherweise etwas besser informiert und da sieht die Sache so aus, dass bei der S-Klasse (Zahlen 2007) der Betriebsgewinn ca. 15.000 € pro Fzg. beträgt. Was zahlt also daran der kleine Mann? In Zeiten von transparentester Betriebskostenerfassung werden Entwicklungskosten gezielt jedem Modell zugeordnet. Und später profitieren die Massenmodell davon. Bei Audi genau so.
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