20.09.2010, 16:24 Uhr | Timo Bürger, Sardinien
"Der nächste große Audi": So bewerben die Ingolstädter den frischen Kleinwagen Audi A1. Der wahre "nächste große Audi" ist wirklich ein paar Nummern größer. Mit dem neuen Audi A7 Sportback dringt nun auch Audi in das Segment der viertürigen Oberklasse-Coupés vor - und will den etablierten Modellen Mercedes CLS, Porsche Panamera & Co. Paroli bieten. Hat der Audi A7 Sportback das Zeug dazu?
Auf fast fünf Meter streckt sich Audis 7er - Gardemaß für die Oberklasse. Dabei ist der frische Ingolstädter 1,91 Meter breit und nur 1,42 Meter hoch - also etwa Brusthöhe. So steht der A7 kraftvoll auf den mindestens 18 Zoll großen Rädern, die niedrige Dachlinie und die sehr flach verlaufende Heckklappe verleihen den Viertürer eine sehr sportliche Note. Im Fond geht es zwar nicht eng zu, aber doch etwas beengt: Wer die 1,80-Meter-Marke reißt, sollte vorsichtshalber den Kopf beim Einsteigen einziehen. Auf die hoch toupierte Frisur muss verzichtet werden - zu nah ist der Dachhimmel.
535 Liter fasst der Kofferraum; klappt man die Rücklehnen um, sind es knapp 1400. Das ist zwar kein Rekordwert für diese Klasse, aber für mehrere Taschen und Koffer völlig ausreichend. Schließlich will der A7 kein Lastesel wie der A6 Avant sein, sondern ein schick designter Gran Turismo. Und mal ehrlich: Wer muss schon ständig eine Armada an Gepäck mit sich rumschleppen?
Überraschend ist, wie leicht sich der Fünf-Meter-Wagen durch den hügeligen Norden Sardiniens bewegen lässt. Selbst mit einem Finger am Lenkrad lässt sich der A7 durch Kurven und Kehren dirigieren. Die neu entwickelte elektromechanische Servolenkung folgt exakt den Befehlen des Fahrers. Zu keiner Zeit kommt das Gefühl auf, der Gran Turismo sei für Rechts-Links-Rechts-Kombinationen zu träge. Dennoch kommt dank hydraulischer Dämpfung auch der Komfort nicht zu kurz.
Vier Motoren - allesamt Sechszylinder - bietet Audi für sein neues Modell an. Zwei Turbo-Diesel mit 204 bzw. 245 PS sowie einen TFSI-Benziner mit 300 PS und einen FSI mit 204 PS. Für alle Motorisierungen außer dem 2,8 FSI ist der Allradantrieb quattro erhältlich. Alle Modelle lassen sich entweder mit der 7-stufigen S tronic oder der 8-Gang Automatik Multitronic kombinieren. Rekuperationssystem, Thermomanagement und Start-Stopp-System sind immer an Bord.
Wer sich zwischen den Motorisierung nicht entscheiden kann - schon der kleinste Benziner stellt ausreichend Leistung bereit: Die 204 PS langen völlig, um den A7 flott voranzutreiben. Auch die frontangetriebenen Räder kommen mit dieser Leistung noch gut zurecht. Nie hat man den Eindruck, der A7 sei schwach auf der Brust. Der Lohn erfolgt in Gestalt einer moderaten Tankrechnung: Gut acht Liter Verbrauch sind durchaus machbar.
Wer es noch härter braucht: Im Fahrmodus "dynamisch" (Änderung der Gasannahme und Lenkunterstützung) wird der Audi zwar nicht zum Kurvenräuber - aber doch zum flinken Kurvenliebhaber und gelenkigen Sprinter. Hier zahlt sich die Audi-Leichtbauweise aus: 1720 Kilogramm zeigt die Waage bei dem Benziner an - ein Wert, der sich für ein Fahrzeug dieser Länge und Klasse durchaus sehen lassen kann. Der Wermutstropfen kommt mit dem Blick auf die Verbrauchanzeige: Hier steht eine 14 vor dem Komma - wer sportlich unterwegs ist, hat eben auch Durst.
Motor | Leistung | 0-100 km/h | V-Max | Verbrauch | CO2-Emission | Preis |
3,0-Liter-V6-Diesel (Front) | 204 PS | 7,6 Sek. | 235 km/h | 5,3 l/100 km | 139 g/km | 51.900 Euro |
3,0-Liter-V6-Diesel (Allrad) | 245 PS | 6,5 Sek. | 250 km/h (abgeregelt) | 6,0 l/100 km | 158 g/km | 58.100 Euro |
2,8-Liter-V6-Benziner (Front) | 204 PS | 8,3 Sek. | 235 km/h | 8,0 l/100 km | 187 g/km | 51.650 Euro |
3,0-Liter-V6-Benziner (Allrad) | 300 PS | 5,6 Sek. | 250 km/h (abgeregelt) | 8,2 l/100 km | 190 g/km | 58.600 Euro |
Wem dies zu viel des Guten ist, dem sei der 245 PS starke 3,0 TDI Quattro an Herz gelegt. Der punktet auch damit, dass er akustisch kaum noch als Selbstzünder zu identifizieren ist - der Geräuschdämmung sei Dank. Trotzdem offeriert auch der Diesel sportliche Qualitäten: 6,5 Sekunden gibt Audi für den Sprint auf Tempo 100 an. Durchaus glaubhaft, so beherzt wie der TDI antritt. 7,4 Liter Dieselkraftstoff gönnte sich der 3,0 TDI nach einigem Rauf und Runter sowie Gleit- und Beschleunigungsphasen.
Wer den Basisbenziner (ab 51.650 Euro) oder den kräftigen Diesel (ab 58.100 Euro) noch mit dem einen oder anderen Schmankerl ausstatten will, wird im A7-Ausstattungskatalog an vielen Stellen fündig. Musikliebhaber sollten dem famosen Bang & Olufsen Sound System ihr Gehör schenken. 15 perfekt auf den Wagen abgestimmte Lautsprecher machen den Viersitzer zum fahrbaren Konzertsaal. Aus dem Armaturenbrett sorgen automatisch ausfahrende akustische Linsen für zusätzlichen Aha-Effekt.
Ein Hingucker ist das neue optionale Head-up-Display: Das projiziert beispielsweise Informationen über Geschwindigkeit oder Tempolimits in die Windschutzscheibe des Fahrers. Das sieht zwar beeindruckend aus - ist aber wirklich kein Muss. Wer gesteigerten Wert auf zusätzliche Sicherheits- oder Komfortfeatures legt, möge über den Spurhalte, Nachtsicht- oder Parkassistent nachdenken.
Mit dem A7 Sportback bringt Audi einen Oberklasse-Wagen an den Start, der nicht nur größenmäßig genau in die Lücke zwischen A6 (Avant) und Audi A8 passt. Er richtet sich an Menschen, die Wert auf ein außergewöhnliches Design und angenehmen Fahrkomfort legen und die Hightech-Features einer Oberklasse-Limousine nicht missen wollen. Der A7 kann ebenso entspannter Gleiter wie dynamisch zupackender Gran Turismo sein. Mit diesen Eigenschaften dürfte er Mercedes CLS und Porsche Panamera ordentlich ärgern - zumal er deutlich günstiger ist.
Quelle: t-online.de
kruizamatt schrieb:
am 23. September 2010 um 22:03:00
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@datglaubichnich
ja ich glaubs auch nicht. zehn jahre hinter der währung herhängen und nen ring zu viel an nen audi kleistern. sorry, aber
mittlerweile sollte jeder mitgekriegt haben dass man preise nicht in DM umrechnen kann. und wenn dir das auto zu teuer ist dann kann ich das durchaus nachvollziehen. musst ja aber auch keinen kaufen. und @iskra: opel hat kein auto dieser fahrzeugkathegorie. deshalb kann man wohl schlecht einen vergleich anführen. da kannst du auch skoda und bugatti vergleichen.
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exe schrieb:
am 22. September 2010 um 11:52:27
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kakau
haben sie mit ihrem bänker ne gute monatsrate erzielt um sich überhaupt einen hässlichen audi vor die mietwohnung stellen zu
können,oder träumen sie nur von diesen autos,denn womöglich reicht es ja nur zu einem billigen ableger eines vw.exklusivität bei einem audi?sie haben aber ein kleine ansprüche an ein massenprodukt eines selbsternannten premiumherstellers.kann nur lächeln über diese mindere ansprüche an ein auto mit 4 ringen.
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nadine schrieb:
am 22. September 2010 um 08:02:31
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a7
den einen gefällt er, den anderen nicht. die einen sind von der audiqualität begeistert, andere wollen nicht begeistert sein, weil sie
sich in ihrer eingebildeten exclusivität (porsche etc.) angegriffen und beleidigt fühlen. so ein fahrzeug ist einfach klasse. obs gefällt ist ne andere sache. sich gegenseitig blöd zu kommen, nur weil man nicht einer meinung ist, ist einfach nur dumm.
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