Audi A1 Metroproject Quattro (Foto: United Pictures)BMW baut den Mini inzwischen auch als Clubman, Alfa Romeo hat erste Bilder vom Mi.To gezeigt und selbst Toyota will den Knirps iQ in dieser Klasse der Premium-Kleinwagen positionieren. Audi hat bislang nichts im Portfolio, stellt aber immerhin seine Studie A1 Metroproject Quattro auf der AMI in Leipzig erstmals in Europa vor. Der Kleinwagen soll spätestens 2010 in Brüssel vom Band laufen. Wir haben die Studie nochmals unter die Lupe genommen.
Sagen Sie Ihre Meinung zum Thema! Am Textende finden Sie ein Kommentar-Feld. Einfach einen (Spitz-)Namen eintragen, Text eingeben - und absenden.
Will der A1 die Konkurrenz fressen?
Es hat zumindest den Anschein, denn der Audi A1 geht mit einem riesigen Singleframe-Kühler auf die Mini-Jagd. Die aggressive Front wird zudem von grimmig blickenden LED-Xenon-Scheinwerfern geprägt. Kurze Überhänge und eine fehlende B-Säule sowie Aluapplikationen an der Dachlinie lassen den 3,91 Meter langen A1 auch von der Seite sportlich wirken. Am Heck zürnen wieder die Audi-typischen, leicht nach innen gezogenen Leuchten, zwei Auspuffrohre vermitteln auch hier Dynamik und Aggressivität. Denn Audi will dem sportlichen Mini das Feld der Premium-Kleinwagen nicht mehr kampflos überlassen. Und der nächste Konkurrent steht mit dem Alfa Romeo Mi.To schon in den Startlöchern.
#
Hybrid-Motor mit Lithium-Ionen-Akkus
Unter der Haube der Studie befindet sich ein überarbeiteter 1,4-Liter-TFSI-Motor mit 150 PS und 240 Newtonmeter maximalem Drehmoment. Zusätzlich besitzt der Kleinwagen im Heck einen Elektromotor mit Lithium-Ionen-Akkus, der 41 PS leistet und den A1 vor allem im Stadtverkehr antreiben soll. Damit kann der Baby-Audi auf Kurzstrecken bis zu 100 Kilometern emissionsfrei fahren. Die Wiederaufladung soll an jeder Steckdose erfolgen können.
Sportlicher Öko-Kleinwagen
Sportlich und ökologisch zugleich: Die A1-Studie rauscht dank der Hybrid-Technologie in nur 7,8 Sekunden von null auf Hundert, verbraucht aber dank weiterer Sparmaßnahmen wie Bremsenergie-Rückgewinnung und Start-Stopp-Automatik nur 4,9 Liter auf 100 Kilometer. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von 112 Gramm je Kilometer. Mit diesem Antrieb könnte Audi seine momentan noch schlechte CO2-Bilanz deutlich aufbessern.
Audi stellt sich auf eine höhere Stückzahl seines neuen Kleinwagens A1 ein als bisher geplant. Statt 100.000 Fahrzeugen könnte das Brüsseler Audi-Werk pro Jahr auch 120.000 Einheiten fertigen, sagte ein Unternehmenssprecher der belgischen Nachrichtenagentur Belga am Dienstag. Die Produktion des neuen Modells soll 2009/2010 beginnen.