25.08.2011, 10:48 Uhr
Laut ADAC bezahlen Deutsche acht Millionen im Jahr für nicht erbrachte Leistungen.
Der ADAC wollte wissen, ob Autowerkstätten aus ihren Fehlern lernen. Aus diesem Grund hat der Autoclub in einem Test dieselben Betriebe wie 2009 unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Viele Werkstätten haben ihre Qualität verbessert, doch in jedem fünften Betrieb wird nach wie vor geschlampt. Das kostet die Fahrer viel Geld, denn die Werkstätten stellen Arbeiten in Rechnung, die gar nicht erbracht wurden.
Beim aktuellen Werkstatttest hat der ADAC wieder die gleichen Fehler bei den Autos wie im Test 2009 versteckt. So wurde unter anderem der rechte Scheinwerfer ganz nach unten verstellt und der Füllstand im Ausgleichsbehälter der Kühlflüssigkeit auf Minimum abgesenkt. Alle Fehler hätten die Mitarbeiter in den Werkstätten entdecken müssen, da diese laut ADAC auch in den Wartungslisten aller Hersteller enthalten sind.
Durch das Finden aller eingebauten Fehler waren 60 Punkte zu erreichen. Die Servicequalität ging mit 40 Punkten in die Wertung ein. 100 Punkte war dementsprechend das bestmöglich Ergebnis, dass eine Mercedes-Werkstatt aus Koblenz erzielte.
20 der 75 getesteten Servicebetriebe haben sich in der Gesamtwertung im Vergleich zu 2009 verbessert, zwölf um bis zu drei Notenstufen verschlechtert. Fanden 2009 noch 27 Prozent der getesteten Betriebe nicht alle Fehler, waren es 2011 nur 19 Prozent - ein positiver Trend.
Die schlechtesten Ergebnisse lieferten einige Betriebe von Citroën, Fiat und Nissan ab. Dort blieben laut ADAC manchmal gleich mehrere Mängel unentdeckt. Am schlechtesten schnitt ein Nissan-Betrieb mit einem Gesamtergebnis von nur 37 Punkten und der Note "mangelhaft" ab. Die Werkstätten von Mercedes, BMW, Ford, Opel, Renault, Seat und Skoda machten es vorbildlich: In jedem dieser Markenbetriebe haben die Mechaniker alle Fehler gefunden.
Beim Finden der Fehler sind 18 Firmen besser geworden, 12 schneiden schlechter ab. Bei der Servicequalität haben sich 38 Werkstätten verbessert, 26 verschlechtert. 14 Werkstätten haben trotz detaillierter Arbeitslisten nicht alle Fehler gefunden, ärgerlich, denn die von den Herstellern vorgegeben Arbeiten werden stets vollständig berechnet.
Wenn man annimmt, dass alle Markenwerkstätten (die 27 Millionen Inspektionen pro Jahr durchführen) ebenso häufig einen Fehler übersehen wie in diesem ADAC-Test, dann ergäbe diese Hochrechnung: Die deutschen Autofahrer bezahlen knapp acht Millionen Euro für nicht erbrachte Leistungen.
Bedenklich ist laut ADAC auch, dass 21 Prozent der Werkstätten einen Zusatz für die Scheiben-Waschanlage berechnet haben, obwohl die Behälter nachweislich alle randvoll waren – klare Geldschneiderei. Die Preise hierfür lagen zwischen 98 Cent und 4,86 Euro.
Daneben kritisiert der ADAC nicht verständliche Rechnungen. Der ADAC moniert in dem Zusammenhang kryptische Bezeichnungen auf den Rechnungen wie etwa "SKL Konz.-42C0,5", "Filtereins", "Antifr.1,0" oder "B-FL.DOT4ESP0". Somit wird nicht aufgeführt, wofür die Kunden bezahlen. In anderen Branchen wäre das undenkbar: Wenn bei Lebensmitteln nicht jedes Produkt mit dem Preis pro Kilo ausgezeichnet wird, kann das schon eine Abmahnung geben.
Der ADAC fordert solche Transparenz daher auch für Werkstatt-Rechnungen. Dazu zählt eine klare Auflistung von aufgewendeter Zeit und Preis pro Stunde. So kann der Kunde besser vergleichen. Der Club rät allen Autofahrern, den Wagen zusammen mit dem Serviceberater anzuschauen und den Wartungsauftrag schriftlich zu erteilen.
Quelle: ADAC
Waldi schrieb:
am 19. April 2012 um 17:24:26
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nicht erbrachte Leistung
Mein Auto musste zur Inspektion in einer der Größten Markenwerkstatt für Audi VW Skoda und Merzedes in der Gegend
von Nürnberg. Trotz ausdrücklichen schrftlichen Hinweis auf die Einstellung des Lichts und anschliessender schrftlicher bestätigung hatte das Fahrzeug 6 Monate später nur 1 Fehler beim TÜV. Das Licht ist nicht richtig eingestellt! Nun gehe ich lieber zu einer freien Werkstatt meines Vertrauens.
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krusekind schrieb:
am 26. August 2011 um 12:58:07
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inspektion
Wozu eine Inspektion ? Mein Ford Mondeo (07) wurde reglmäßig zur Inspektion gebracht . Danach gab es einen Schaden an der
Lenkung ,Ein Hydraulikschlauch platzte. Ein Schaden der nach Aussage von Ford gar nicht vorkommt .Kulanzantrag wurde glatt abgelehnt weil der Wagen zu alt sei .(3 Jahre damals ? )Also wozu in die Werkstatt fahren . Garantie oder Kulanz ,Fehlanziege. Übrigens das war mein 6 ter Ford aber auch der letzte.
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ecky schrieb:
am 26. August 2011 um 11:14:04
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Werkstatt Test
Ich bin seit 1992 bei meiner VOLVO Werkastatt in Kirchheim/Teck. In dieser Zeit habe ich dort alle Inspektionen machen lassen.
Auch wurde der TÜV gemacht. Nicht ein einzigesmal hatte ich Probleme, dass Fehler nicht gefunden wurden, Arbeiten nicht gemacht wurden, die aber berechnet wurden. Auch keine überhöhten Rechnungen. Hier handelt es sich halt um einen mittleren Familienbetrieb.
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