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ADAC Crashtest Renault Laguna: Kaum Chancen bei höherer Geschwindigkeit

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Auch im sicheren Auto kaum Chancen

21.08.2008, 10:44 Uhr

Selbst ein Renault Laguna ist bei Tempo 80 nicht mehr sicher (Foto: ADAC) Selbst ein Renault Laguna ist bei Tempo 80 nicht mehr sicher (Foto: ADAC)Der neue Renault Laguna gilt als ein überdurchschnittlich sicheres Fahrzeug. Beim Crashtest nach Euro-NCAP-Norm schnitt er mit der Höchstzahl von fünf Sternen ab - bei 64 km/h würden die Insassen bei einem Aufprall auf ein festes Hindernis unverletzt bleiben. Mit dem gleichen Auto kann für die Sicherheit bei nur etwas erhöhter Geschwindigkeit nicht mehr garantiert werden. Das zeigt ein aktueller Crashtest des ADAC.#

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Bei Tempo 80 ist es schon gefährlich

Der ADAC ließ den Mittelklasse-Franzosen mit einer um 16 km/h erhöhten Geschwindigkeit aufprallen. Dabei wurde deutlich, dass die Fahrzeugsicherheit an seine Grenzen stößt. Die vordere Knautschzone muss 56 Prozent mehr Energie abbauen als bei Tempo 64. Die Folge: Die Fahrgastzelle ist bei einer Kollisionsgeschwindigkeit von 80 km/h nicht mehr stabil genug.

Fahrer im Kontakt mit mehreren Teilen

Dadurch trifft die Brust des Fahrers trotz Gurt, Gurtstraffer und Airbag hart auf das Lenkrad, das durch die Wucht des Aufpralls in den Innenraum geschoben wird. Auch für die Knie, die mit der Instrumententafel Kontakt bekommen, besteht ein erhöhtes Verletzungsrisiko.

Kinder im Fond gefährdet

Die beiden Kinder-Dummys im Fond des Fahrzeugs reagieren unterschiedlich auf den Crash. Während für den Dreijährigen zwar erhöhte Verzögerungswerte im Brustbereich gemessen werden, müsste bei ihm nicht mit kritischen Verletzungen gerechnet werden. Anders bei seinem kleinen Bruder. Hier liegen die Messergebnisse über den biomechanischen Grenzwerten im Brustbereich und auch die Zugbelastungen im Nacken deuten auf ein erhöhtes Verletzungsrisiko hin.

Dem Beifahrer passiert am wenigstens

Am besten wäre es im Ernstfall dem Beifahrer ergangen. Auch bei ihm kann der Airbag zwar nicht verhindern, dass der Kopf Kontakt mit dem Armaturenbrett bekommt, die nachgiebige Konstruktion kann jedoch Schlimmeres verhindern.

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Müssen die Crashtests überarbeitet werden?

Der Test hat gezeigt, dass die passive Sicherheit von Fahrzeugen auch bei guter Konstruktion an eine Grenze stößt. Schon bei einer leicht erhöhten Geschwindigkeit reichen die zur Verfügung stehenden Deformationszonen und die Stabilität der Fahrgastzelle nicht mehr aus, um Verletzungen zu verhindern. Das liegt natürlich auch daran, dass die Fahrzeuge von den Herstellern auf die Crashtestbedingungen hin optimiert werden. Bevor Crashtests nun generell kritisiert werden: Natürlich ist es klar, dass Hersteller nach verbindlichen Rahmenbedingungen testen müssen und ihre Autos optimieren. Nur treffen diese Idealbedingungen kaum einmal zu. Was ist die Lösung aus diesem Dilemma?

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ADAC schlägt mehr Assistenzsysteme vor

Der Einsatz so genannter Fahrerassistenzsysteme kann laut ADAC helfen. Sie sind in der Lage, Fehler des Fahrers zu korrigieren - so können beispielsweise Bremsassistenten Notbremsversuche erkennen und den höchstmöglichen Bremsdruck einsteuern. Mit dem elektronischen Stabilitätsprogramm (ESP) lassen sich Fahrfehler in Kurven und damit Unfälle verhindern.

Zu viele Helfer täuschen Sicherheit vor

Diese Systeme sind aber auch eine zwiespältige Sache: Menschen fühlen sich durch sie sicherer und neigen dazu, sich zu überschätzen, riskanter und schneller zu fahren. Elektronische Helferlein, die einzelne Räder bremsen oder beschleunigen, Abstandshalter und Spurhalteassistenten, Notbremssysteme und 12 Airbags: Was soll da noch passieren?

Wer sicher fahren will: Runter vom Gas!

Das beste Sicherheitssystem ist immer noch der Fahrer selbst. Autofahrer haben es selbst in der Hand, auf eine angepasste Geschwindigkeit zu achten, vorausschauend zu fahren und nicht zu rasen. Nur so kann ein Aufprall mit hoher Geschwindigkeit vermieden werden, der mit Sicherheit nicht mehr glimpflich ausgehen wird. Die beste Technik nützt nichts, wenn sie über ihre Grenzen beansprucht wird.


Quelle: t-online.de

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