Einen Riesen-Kundenansturm bei Autohändlern hat die neue US-Abwrackprämie ausgelöst. Bereits wenige Tage nach dem Start des Programms sind rund 23.000 Altautos gegen Neuwagen getauscht worden. Aus dem staatlichen Fördertopf von einer Milliarde Dollar sind damit bereits rund 96 Millionen Dollar vergeben. Experten gehen aber von weiteren 200.000 noch nicht offiziell registrierten Bestellungen aus. Dann wäre der Fördertopf bald leer. Doch die US-Regierung plant schon eine Ausweitung des Programms.
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Stütze für kriselnden US-Automarkt
Die US-Regierung will mit der Prämie dem maroden US-Automarkt auf die Sprünge helfen. Die enormen Absatzprobleme in den USA hatten nicht erheblich zur Insolvenz der US-Autoriesen General Motors und Chrysler beigetragen.
Höhe der US-Abwrackprämie an Verbrauch gekoppelt
Erste Ende Juli war die US-Version der Abwrackprämie, das "Cash for Clunkers"-Programm in Kraft getreten. Es sieht 3500 bis 4500 Dollar (bis 3200 Euro) für die Verschrottung eines Altwagens vor. Anders als in Deutschland ist die Höhe der Abwrackprämie an den Verbrauch des Neufahrzeugs gekoppelt. Das alte Auto muss dabei mindestens ein Jahr auf den Namen seines Besitzers zugelassen sein und mehr als gut 13 Liter auf 100 Kilometer verbrauchen. Auch darf der Wagen nicht älter als 25 Jahre sein und nicht nach dem Jahr 2001 gebaut worden sein.
Von der US-Abwrackprämie profitiert vor allem auch der Kleinwagen Smart, der in den USA immer beliebter wird. Der smart fortwo ist laut der amerikanischen Umweltschutzbehörde EPA (Environmental Protection Agency) das sparsamste Auto Amerikas ohne Hybridantrieb. Somit erhalten Käufer des Smart den maximalen Förderbetrag von 4500 US-Dollar.
Verhandeln über Aufstockung der Fördermittel
Anhänger des Kleinwagens und der Hersteller dürften sich derweil über die geplante Aufstockung der US-Abwrackprämie freuen. Angesichts des Ansturms auf die Autohäuser verhandeln die US-Regierung und der Kongress laut der Fachzeitschrift "Automotive News" bereits über eine Aufstockung der Fördermittel.