Die Jagd auf Abwrackprämie geht in die letzte Runde (Foto: dpa) Der Fördertopf bei der Abwrackprämie geht zur Neige. Doch manche Käufer, die angesichts der wenigen verbliebenen Anträge vermutlich leer ausgehen, bekommen nun ein zweite Chance. Das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) richtet eine Warteliste für 15.000 Anträge ein.
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Chance bei fehlerhaften Anträgen anderer Käufer
Die freiwerdenden Mittel werden in der Reihenfolge der gestellten Anträge ausgezahlt, teilten das Bundeswirtschaftsministerium und das Bundesamt in einer gemeinsamen Erklärung mit. Diese Autokäufer kommen dann zum Zug, wenn das Amt Anträge anderer Autofahrer wegen formaler Mängel ablehnt. Nach Angaben des Amtes lehnen die Beamten rund ein Prozent der Anträge ab. Das wären rund 20.000 Anträge.
Hintergrund für die Warteliste ist, dass das Bafa wegen technischer Beschränkungen kurz vor dem Ende der Fördergelder die Zahl noch möglicher Anträge auf seiner Internetseite nicht in Echtzeit darstellen kann. Somit kann es sein, dass mehr Antragsteller Anträge einreichen als Geld vorhanden ist. Diese Autokäufer rutschen dann auf die Warteliste.
Elektronische Eingangsbestätigung
Die Antragsteller erhalten eine elektronische Eingangsbestätigung mit dem Hinweis, dass zur Zeit keine Mittel mehr zur Verfügung stehen und sie nur dann zum Zuge kommen, wenn nachträglich Mittel frei werden. Sollte das nicht der Fall sein, wird ihr Antrag abgelehnt.
Anträge reichen noch für vier Tage
Laut Bafa seien inzwischen mehr als 98 Prozent der vorgesehenen Gelder vergeben. Am Montagnachmittag konnten noch 37.656 Anträge gestellt werden. Da jeden Tag im Schnitt 14.000 Anträge in Eschborn eingehen, dürften die Gelder noch etwa vier Tage reichen. Der Topf umfasst fünf Milliarden Euro und reicht für die Subventionierung von etwa zwei Millionen Autos. Die Bundesregierung hatte wiederholt erklärt, dass die Prämie nicht verlängert wird.